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Irene Gies @, Dienstag, 05.05.2020, 18:42 (vor 31 Tagen) @ Änne Baudach

Liebe Irene!
Liebe Änne!

Vielen Dank für die wichtigen Nachrichten. Ich bin sehr beeindruckt.

Da Ferdinand Giese (geboren errechnet im September 1889) ja ca. 9,5 Jahre nach dem Tod seines Vaters Gottfried starb, kann ich mir vorstellen, dass jemand bei der Eintragung ins Kirchenbuch nicht sicher war, ob sein Vater nun Gottfried oder Friedrich (als Synonym) hieß.
Das Heiratsjahr und den Heiratsort von Karl Gies(e) und Elisabeth Böhm hat mir gestern Änne Baudach netterweise mitgeteilt: 1912 in Tutschin.

Ich wusste nur bisher, dass
- Elisabeths Vater Daniel Böhm das Gut unter seinen zwei Töchtern aufgeteilt hatte (das Vermögen von Elisabeth wurde später enteignet, ihre verheiratete Schwester war davor nach Kanada ausgereist),
- Karl mit der Heirat mit Elisabeth von seinem polnischen Pan nach Samostischtsche ging,
- ihr erstes Kind (Sohn August) während der 3-monatigen Deportation nach Sibirien geboren war und im Alter von 1-2 Monaten unterwegs begraben wurde.

Erstaunlich, dass der kleine Robert doch überlebt hat! Das hätte ich mir gar nicht vorstellen können - er war ja nicht einmal 1 Monat alt, als sein Vater starb.

In der Eintragung zum Tod des Gottfried steht, dass er „verheiratet“ und nach „langwieriger Krankheit“ gestorben war. Kann das stimmen? Ist es möglich, dass falsche Eintragungen ins Kirchenbuch damals erzwungen oder Tatsachen bewusst verschwiegen wurden?
Zum Tod von Julianna Kolke gib es keine Eintragung.

Produzierendes Amt: Kiel, Stadt
Benutzungsort: Bayreuth
Nehme ich richtig an, dass die Anfrage aus Bayreuth kam und in Kiel bearbeitet wurde? Dann wären die Nachfolger von Robert möglicherweise in Bayreuth zu suchen?

Die drei angegebenen Links, liebe Änne, zeigen an, dass „Die Aufnahme nicht verfügbar“ ist.
Interessant, was da zu sehen war – die Familie des „richtigen“ Emil?

Wegen des Namens „Wernhardt – Bernhardt“: es wurde immer behauptet, dass der Bruder Wernhardt hieß – vom Hörensagen, natürlich.

Kann es sein, dass es in Rowno z.Z. nur EINEN polnischen Pan gegeben hatte – den Fürst Stanislaw Lubomirski? Dann könnte die Adresse, wo mein Großvater aufgewachsen ist, doch leichter zu finden sein? – Z.B. über das örtliche Museum, Archiv, Historiker, etc.?

Gedanken über Gedanken, aber alles nur Vermutungen…

Durch Ihre Recherchen, liebe Irene und Änne, habe ich so viel erfahren (und werde es dringend der Verwandtschaft mitteilen!) – hätte nur mein Großvater Karl gewusst, dass er noch die drei Brüder Ferdinand, Emil und Robert am Leben in Wolhynien hatte!

Euch ein herzliches Dankeschön dafür!

Irene Gies.


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