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Re: Großmutter bei Lublin geboren

Gerhard König ⌂, Dienstag, 28.04.2009, 11:43 (vor 6219 Tagen) @ Renate Schultz

Das ist aber auch zu vertrackt, wenn die Vorfahren nicht sehr lange an einem Ort blieben.

Moin Frau Schultz,

auch hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, daher empfehle ich jedem Forscher, sich die Angaben aus den verschiedenen Quellen seperat festzuhalten. Unterschiedliche Geburts- bzw. Sterbeangaben zur gleichen Person sind keine Seltenheit.

Die Familien waren überwiegend seßhaft an einem Ort, aber ...

- der Pastor besuchte die vielen Kantoratsorte im Durchschnitt 1x oder 2x im Jahr. Diese Termine/Orte kannten die Kolonisten und fuhren z.B. für eine Taufe zu ihrem Pastor in die andere Ortschaft.

- zu den Kantoratsorten gehörten mehrere umliegende Siedlungen. Für eine Nottaufe durch den Kantor wurde in den Kantoratsort gefahren.

- da die Siedlungen sehr eng aneinander lagen, gehörte u. U. das bewirtschaftete Pachtland zu einem Nachbarort. Wenn die schwangere Frau auf dem Land mitgearbeitet hat, wurde auch dort das Kind geboren.

Da fällt mir ein schönes Beispiel aus dem einen bapt. Kirchenbuch ein:

Am 27.11.1892 wurde die Geburt von Emil PENNO im bapt. Kirchenbuch Tutschin eingetragen. Es ist der Sohn von Karl-Ludwig & Sofia PENNO aus der Kolonie Krinitschk im Gov. Kalisch, Ujesd Turek.

Gerhard König


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