Re: dokument

Irene Kopetzke, Dienstag, 20.07.2004, 00:09 (vor 7926 Tagen) @ Margrit Hilscher

Als Antwort auf: Re: dokument von Margrit Weigel am 19. Juli 2004 17:26:34:


Margrit, Du könntest Recht haben mit MITZK. Ich habe mir das Dokument angesehen und komme zu dem gleichen Ergebnis. Althausen hat leider manchmal lateinische Buchstaben verwendet und manchmal Sütterlinschrift, darum muß man genau hinsehen.

M.Lzk halte ich eher für unwahrscheinlich. Warum sollte er hier die russische Abkürzung M. = Misto / Stadt verwenden und dann auch noch bei Luzk einen Buchstaben vergessen? Achte außerdem darauf, daß das Wort Kirche halbwegs mit Bethaus überschrieben wurde. In Luzk gab es eine Kirche, wogegen Mitzk nur ein Bethaus hatte (das laut H.G. Schmidt übrigens 1936 abgebrannt ist).

Ich würde das Dokument also folgendermaßen lesen:

Meinen Segen laß ich euch.

Julius Henig, Sohn des Carl geboren 1871(9) in Koshyn und getauft am ... ist nach empfangenem Unterricht in Gottes Wort am 22. Juni 1890 in dem Bethaus zu Mitzk konfirmiert worden und hat hierauf zum ersten Mal am heiligen Abendmahl teilgenommen.

22. Juni 1890
E. Althausen
Pastor zu Tutschin Wolh. Russl.

Warum er in Mitzk (Mydsk) konfimiert wurde, läßt sich nicht nachvollziehen, denn es gab Gemeinden, die näher an seinem Geburtsort lagen.

Wenn es sich bei Koshyn tatsächlich um Korczyn / Kortschin handelt, hier noch die Informationen aus der Ortsliste von 1888. Es gab ein Dorf Kortschin und eine Kolonie Kortschin, beide 29 Werst von Rowno entfernt, sie müssen also nahe beieinander gelegen haben. Das Dorf hatte 255 Einwohner, in der Kolonie Kortschin lebten 50 Menschen.

In der Ortsliste von 1906 steht folgendes:

Kolonie Kortschin
Entfernung zu Derashno: 12 Werst
Gehöfte: 12
Einwohner: 74

Dorf Kortschin
Entfernung zu Derashno: 12 Werst
Gehöfte: 44
Einwohner: 230


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