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Friedrich Zarske aus Michalki

Irene König ⌂, Dienstag, 05.03.2024, 18:38 (vor 45 Tagen) @ Olga Alekman

Hallo Olga,

Michalki wird hier im Forum erwähnt, weil es Familien gab, die von dort aus in das Gouvernement Wolhynien umgesiedelt sind. Das geschah im 19. Jahrhundert und hat nichts mit der Deportation 1915/16 zu tun. Da wurden die Menschen ins Innere Russlands deportiert - viele kamen zurück nach Wolhynien oder wanderten nach Übersee aus, manche blieben in den Verbannungsorten.

Das alles hat nichts mit deiner Familie ZARSKE zu tun, wie du selber schreibst, denn die lebte 1892 bereits in Russland. Leider sehe ich überhaupt keine Möglichkeit, die Herkunft von Friedrich ZARSKE zu finden, da du weder den Heiratseintrag, noch den Sterbeeintrag hast, du kennst nicht einmal sein Geburtsjahr. Man kann mit der Familienforschung nicht am anderen Ende beginnen, sondern immer nur einen Schritt rückwärts gehen.

Du schreibst, dass Friedrich ZARSKE niemals die Russische Staatsbürgerschaft angenommen hat. War er preußischer Staatsbürger? Dann kann er eigentlich nicht aus dem Kirchspiel Michalki stammen, denn das gehörte zu Kongresspolen und damit zu Russland. Es ist möglich, dass Friedrich aus Westpreußen kam, was direkt nördlich lag.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/Provinz_Preussen_und_Kongresspolen_...

Es gibt eine Datenbank westpreußischer Personen und Familien aus den Landkreisen Briesen, Graudenz und Strasburg. Dort habe ich den Namen ZARSKE eingegeben, man sieht am Ergebnis, dass der Name dort sehr verbreitet war. Daher findet man den Namen sicher auch im benachbarten Michalki.
http://westpreussen.de/tngeinwohner/search.php?mybool=AND&nr=50&showspouse=yes&...

Das kann ein Hinweis sein, hilft dir aber nicht weiter, denn du kannst dir nicht einfach einen vom Alter passenden Friedrich ZARSKE aussuchen ;-) Wenn du keinerlei Urkunden zur Herkunft findest, kannst du wahrscheinlich nur auf ein DNA-Match hoffen. Wo hast du dich testen lassen? Bei Ancestry könnte die Chance besser sein als bei MyHeritage, da es aus dem Gebiet viele Auswanderungen nach Übersee gab und sich die Amerikaner häufig bei Ancestry testen lassen.

Viel Erfolg! Irene


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