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Re: Rundschreiben Nr. 27

Gerhard König ⌂, Sonntag, 30.01.2005, 20:54 (vor 7728 Tagen) @ Gerhard König

Als Antwort auf: Rundschreiben Nr. 28 von Gerhard König am 19. Januar 2005 19:55:27:


Vorab möchte ich mich für die Unterstützung von unserem Leiter der Forschungsstelle Mittelpolen / Wolhynien in der AgoFF Mario Seifert recht herzlich bedanken. Er hat uns die älteren Kopien der Rundschreiben eingescannt und digitalisiert, damit sie hier editiert widergegeben werden können.

Rundschreiben Nr. 27 des Historischen Vereins Wolhynien e.V.
97353 Wiesentheid, Weg am Fuchsstück 2 am 15.12.1997

Liebe Mitglieder und Freunde!

Wieder einmal wollen wir Sie informieren über durchgeführten Arbeiten, Veranstaltungen, Reisen usw., sowie über verschiedene laufende Maßnahmen und Planungen.

1. An der im Oktober 97 in Rüdenhausen stattgefundenen 8. Arbeitstagung haben 36 Personen teilgenommen. Besonders freuten wir uns, daß unser Ehrenvorsitzender Pastor i. R. Hugo Karl Schmidt dabei war; zu seinem kürzlichen 88. Geburtstag gratulierten wir ihm herzlich. Zuversichtlich stimmt es uns, wenn mit Oliver Behre, Alexander Weber und Thorsten Rode aus Flensburg wieder Vertreter des akademischen Nachwuchses teilgenommen haben. Mit dem Gymnasiallehrer und Literaturexperten Walentin Witrenko aus Nowograd- Wolynsk hatten wir einen kompetenten Gastredner über das bisher wenig bearbeitete Gebiet der wolhyniendeutschen Literatur und deren Berührungen mit den slawischen Sprachen. Witrenko hat bereits einige Gedichte von Erna Wolz ins Ukrainische übersetzt. Er würdigt das Ansehen wolhyniendeutscher Schriftsteller in der Öffentlichkeit, wie Ernst Kontschak und unterhält Kontakte zu den Lebenden, wie Herbert Henke. An der Tagung referierten auch Dr. Dr. Jörg Wiesner und Karl Bauer, Wiesbaden Bundessprecher der Landsmannschaft Weichsel- Warthe.

2. Für unsere Bibliographie über Deutsche in Wolhynien sind bisher etwa 4.000 rein wolhynische Titel gespeichert, dazu noch über 6.000 Titel aus historischen und landeskundlichen Nebenbereichen. Die Speicherungen werden durch Ausdrucke seit über zwei Jahren genutzt. Derzeit wird für die erstgenannten Titel eine Archivierungsversion für eine Drucklegung vorbereitet. Um die komplizierten und technisch neuartigen Zusammenhänge in eine richtige Bahn zu bringen, besuchten uns im August des Jahres gleichzeitig die Herren Dr. Wolfgang Kessler, Direktor der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne und Dr. Hermann Beyer-Thoma vom Osteuropa-Institut in München, mit denen wir diese Angelegenheiten berieten.

3. Das vergriffene Buch von H. K. Schmidt "Die ev.-luth. Kirche in Wolhynien" wird in unserem Auftrag nachgedruckt. Kaufinteressenten mögen sich bei uns melden.

4. Das immer noch gute Standardwerk von A. Karasek und K. Lück "Die deutschen Siedlungen in Wolhynien" haben wir zweifach kopiert und bieten es zum Ausleihen an, Leihfrist vier Wochen gegen Porto und DM 5.- Gebühr.

5. Die "Historisch-Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen", deren neuer Vorsitzender Dr. Wolfgang Kessler ist, hat ihren Namen geändert: "Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen". Kommissionsmitglieder sind derzeit H. K. Schmidt und N. Arndt. Wir sind bestrebt, daß jüngere Mitarbeiter von uns in die Kommission aufgenommen werden. Die alle zwei Jahre stattfindenden Tagungen der Kommission sind öffentlich und können von allen Interessierten besucht werden. Die nächste Tagung ist für Ende 1999 in Marburg zu erwarten.

6. Wir haben eine Menge wichtiges handschriftliches Material über Hauländer aus den Bug-Kolonien in polnischer Sprache erhalten. Wer könnte es maschinell verarbeiten? Ferner liegen uns zu diesem Thema eine Magisterarbeit und eine Video-Aufzeichnung vor, beides in polnisch. Wer könnte die Texte übersetzen?

7. Uns liegt der Text des Abkommens vor "Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine über die Zusammenarbeit in Angelegenheiten der in der Ukraine lebenden Personen deutscher Abstammung". Wer möchte eine Kopie davon haben?

8. Wir bereiten zur Zeit den Druck der 11. Folge unserer Wolhynischen Hefte vor. Es liegt zwar schon verschiedenes Material vor, doch wer noch etwas dazu beitragen möchte, möge sich bitte melden. Bei Zusendung von EDV-Textdateien bitten wir die Angaben im Rundschreiben 26 Nr. 7 zu beachten. Unter anderem wollen wir den kürzlich verstorbenen in Shitomir geborenen berühmten Pianisten Swjatoslaw Richter aus unserer Sicht würdigen. Der Abstammung nach war er zu 75 % Deutscher.

9. Der nächste Heimatkirchentag mit der Mitgliederversammlung unseres Vereins ist für den 19. und 20. September 1998 wieder in Uelzen geplant. Ein nächster Museumstag wird Anfang August 1998 in Linstow/Mecklenburg stattfinden. Wir bitten die Termine vorzumerken.

10. Wir erinnern daran, daß Erhard Betker Material über den wichtigen Kirchort Roshischtsche sammelt. Der aus Roshischtsche stammende Professor Dr. Thomas Thielmann hat einen Ruf an die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden angenommen, wozu wir ihm gratulierten. Aus dem Nachlaß seines Vaters erhielten, wir bereits festgehaltene Erinnerungen.

11. Bei einer dreiwöchigen Reise im Mai quer durch Wolhynien haben Arndt und Holz hunderte von Fotos als Dokumentation historischer Stätten gemacht. Sie soll für Dia-Vorführungen als Information und Reisevorbereitung dienen, sowie für Bild-Ausstellungen und dergleichen. Im Juli begleitete Arndt als Dolmetscher eine fünfköpfige Gruppe bis hin nach Poltawa, die für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge Friedhöfe und Gräber Kriegstoter suchte. Im Oktober referierte Arndt auf einer internationalen Konferenz in Dnepropetrowsk. Auch in diesem Jahr konnten, wir unsere Kontakte zu den neu entstehenden deutschen und ev.-luther. Gruppierungen in Luzk, Rowno, Shitomir und Kiew weiter ausbauen, worüber wir gern Auskünfte erteilen.

12. Oberschleißheim bei München - Hier besitzt die Stiftung Ost- und Westpreußen einen Gebäudekomplex, in dem ein "Kulturelles Sammlungs- und Begegnungszentrum" untergebracht ist. Es befindet sich in der Nähe des bekannten Schlosses und der "Flugwerft des Deutschen Museums München". In der Abteilung "Deutsche aus Polen" gibt es auch eine "Wolhynien-Ecke". Wir werden uns der Betreuung dieser "Ecke" annehmen und empfehlen sehr den Besuch der reichhaltigen, wissenswerten Ausstellungen. - Zufahrt von München aus über die Ingolstädter Straße oder von der Autobahnausfahrt Neuherberg der AB 99 Kreuz München Nord/Augsburg. - Öffnungszeiten Mo.-Fr. 9-17 Uhr oder nach Vereinbarung. Anschrift: 85764 Oberschleißheim Ferd.-Schulz-Allee, Am Tower 3 Tel 089/3152513 oder für die Deutschen aus Polen: Alex Heck, Theod.-Heuss-Str. 31 Tel 089/3153702.

13. Für den Anfang des Juni 1998 ist eine zweiwöchige Studienreise mit einem bundesdeutschen Reisebus nach Wolhynien geplant, bei der viele historische Sehenswürdigkeiten in ganz Wolhynien besichtigt und fachkundig erklärt werden sollen. Bei ca. 3.000 Buskilometern sollen z.B. in Luzk, Wladimir, Ustilug (Strawinski-Museum), Olyka, Potschajew, Kremenez, Dubno, Ostrog, Korez, Kiew, Shitomir, Berditschew (Balzac-Schloß) Klöster, Schlösser, Baudenkmäler besichtigt werden, an deren Erbauung, Nutzung auch Deutsche mitgewirkt haben. Um den Mitgliedern unseres Vereins einen Vorzug zu bieten, werden Interessenten um Absichtserklärung bis Ende Januar gebeten. Nähere Informationen werden gern, erteilt.

14. Wir haben noch erhebliche Bestände an verschiedenen Büchern. Helfen Sie durch einen Bücherkauf unsere noch vor uns liegenden erheblichen Aufgaben zu bewältigen. Machen Sie bitte Ihren Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis auch auf diese Kaufmöglichkeit aufmerksam. Bitte benutzen Sie den anliegenden Überweisungsvordruck, um uns Ihren Beitrag und Ihre Spende zu schicken. - Allen denjenigen, die uns in letzter Zeit durch Spenden unterstützt haben, wollen wir auf diesem Weg unseren allerherzlichsten Dank aussprechen.

Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtstfest und alles Gute im Neuen Jahr!

Nikolaus Arndt, Helmut Holz, Tatjana Stebner


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