Archiv der Theologischen Hochschule in Friedensau

Alexander Rehband ⌂ @, Samstag, 28.06.2008, 22:57 (vor 6522 Tagen)

Hallo,

alle Familienforscher, die wissen sollten, dass ihre Vorfahren Kirchenmitglieder der Adventgemeinde (Freikirche der Siebenten-Tag-Adventisten, STA - Körperschaft des öffentlichen Rechts) im Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, Schweiz und Zarenreich Russland bzw. in der ehem. UdSSR waren, können sich an den Institutsleiter

Daniel Heinz, M.A., Ph.D.
03921-916155
Daniel.Heinz@ThH-Friedensau.de
An der Ihle 19, 39291 Friedensau

vertrauensvoll wenden.

Bereits 1998 konnte Herr Dr. Daniel Heinz mir einige Kopien der sehr interessanten Zeitungsberichte über meine Vorfahren (sollten damals in Retikow, Gebiet Jekaterinoslaw in der Nähe von Kronstadt und Alexanderopol gelebt haben) aus den Jahren 1903 und 1905 zusenden.
Diese stammten aus dem Gemeindeblatt "Zions-Wächter", erschienen beim Verlag "Internationale Kraft-Gesellschaft" in Hamburg für die Unionskonferenz in Deutschland, Österreich-Ungarn, Schweiz und Russland, später auch UdSSR.

Sie sollten Herrn Dr. Heinz mitteilen, wo und seit wann ihre Vorfahren getaufte Mitglieder der STA waren und ich denke, dass seine freundliche Antwort nicht lange auf sich warten lässt.

Danke & Gruß
Alex

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Re: Archiv der Theologischen Hochschule in Friedensau

Gerhard König ⌂, Montag, 30.06.2008, 15:06 (vor 6520 Tagen) @ Alexander Rehband

Hallo Alexander,

danke für Deine Hinweise und Auflistung. Es liest sich sehr interessant.

Sind Dir oder unseren Mitlesern Adventistengemeinden in Wolhynien bekannt? Wenn ja, in welchen Orten und zu welcher Zeit?


gerhard

Re: Archiv der Theologischen Hochschule in Friedensau

Bärbel Voltermann @, Dienstag, 01.07.2008, 10:40 (vor 6519 Tagen) @ Gerhard König

Hallo Gerhard,
in Kupla gab es eine christliche Gemeinschaft. Diese wurden in Wielko Pole die Fusswäscher genannt. Hier in Deutschland ist der Name "freie Christengemeinde". Der Prediger war Herr Schott, der in Hagen auch Prediger war.
Einen lieben Gruß
Bärbel

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Re: Prediger Herr Schott

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 02.07.2008, 01:47 (vor 6519 Tagen) @ Bärbel Voltermann

Hallo Bärbel,

momentan bin ich noch am Lesen von Deinem ausführlichen Reisebericht. Danke Dir. Schreib mir bitte bei Gelegenheit, wo wir (ob Wolhynische Hefte und/oder Webseite) den Text verwenden können.

in Kupla gab es eine christliche Gemeinschaft. Diese wurden in Wielko Pole die Fusswäscher genannt.

Genau solche konkreten Hinweise fehlen bisher. Die Literatur aus der Zeit vor 1939 ist sehr spärlich und wenn dann überwiegend geprägt von Kleindienst, Schmidt und anderen lutherischen Pastoren.

Im Rundschreiben Nr.37/2006 informierte der Historische Verein über eine Anfrage zur "Gemeinde Gottes" und Zuarbeit an Prof. PhD Walter Froese von der Universität in Anderson in den USA.

Hier in Deutschland ist der Name "freie Christengemeinde". Der Prediger war Herr Schott, der in Hagen auch Prediger war.

Kannst Du uns mehr zum Prediger Schott und seiner Gemeinde in Wielko Pole schreiben? Im VolynWiki ist noch genügend Platz für Ergänzungen. ;-)

gerhard

Re: Archiv der Theologischen Hochschule in Friedensau

Alexander Rehband @, Dienstag, 01.07.2008, 23:15 (vor 6519 Tagen) @ Gerhard König
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.07.2008, 23:51

Hallo Gerhard,

in heutigem Volhynien (wie auch in anderen Teilen der Ukraine) gibt es in fast jeder größeren Stadt eine oder mehrere Adventgemeinden und ich denke, dass die Gemeindeleitungen vor Ort genau wissen, seit wann die dort ihre Gottesdienste feiern.
Mir ist von den Gemeinden in Zhitomir, Berdichev, Dubno, Rovno, Luzk bekannt.
Sicherlich ist die bereits erwähnte Zeitschrift "Zions-Wächter" eine gute Quelle diesbezüglich. Meiner Meinung nach, ausführlich könnte auch Herr Dr. Heinz eine Antwort darüber geben.
Ich werde versuchen, da eine genaue Antwort zu bekommen.

Bestärkt durch die Aussagen von Wikipedia könnte ich annehmen, dass es in etlichen traditionell als mennonitischen und baptistischen Gemeinden (Ortschaften) zu Gründungen von Adventkirchen kam. So dürfte ein Sohn meines Ur-Ur-Ur-Großvaters Franz Rehband (auch ein Franz Rehband) der angeblich im Jahr 1869 als Mennonit von Preußen nach Russland umsiedelte, später in den neuen Glauben konvertiert worden sein. So war er (also mein Ur-Ur-Großvater) schon 1903 ein STA Gemeindeältester in Retikow.

... "Die in den USA entstandene Adventbewegung wurde dort hauptsächlich von ehemaligen Mitgliedern der Baptisten und Methodisten gegründet. In Deutschland spielte auch der Pietismus eine große Rolle bei der Mission. In Rumänien waren die ersten Anhänger der Freikirche deutschstämmige Sabbatianer gewesen. Auch in Russland spielte die judaisierte Bewegung der Subbotniki[12] sowie der Russlandmennoniten und der schwäbischen Radikalpietisten eine Rolle. Heutzutage haben die Adventisten Zulauf aus allen Konfessionen und Religionen" ... http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenten-Tags-Adventisten

"Bekannte Vertreter

...
* Herbert Blomstedt, Leiter des Gewandhausorchesters Leipzig von 1998 bis 2005
* James Beethoven Carlisle, Generalgouverneur von Antigua und Barbuda
* Dr. Ben Carson, Neurochirurg aus Baltimore, Maryland (USA); bekannt geworden durch verschiedene Trennungsoperationen von siamesischen Zwillingen, zuletzt von den deutschen Zwillingen Lea und Tabea aus Lemgo, Nordrhein-Westfalen
* Desmond Doss, erster Kriegsdienstverweigerer
* Frank Hempel, Bundestagsabgeordneter 1998-2002 (SPD), erster Adventist im Bundestag
* Horst Jenne, früher Sportredakteur der BILD-Zeitung
* John Harvey Kellogg, Erfinder der Cornflakes und der Erdnussbutter
..."

Als kleine Bestätigung meiner Vermutung zitiere ich, in einem anderen Posten, eine Quelle von der deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig. Der Text wurde mir freundlicherweise von einer meinen Verwandten, Katharina Rehbandt, zur Verfügung gestellt. Originale Rechtschreibung wurde beibehalten!!!

Alex

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Re: Zeitschrift "Zions-Wächter"

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 02.07.2008, 02:11 (vor 6519 Tagen) @ Alexander Rehband

Hallo Alex,

danke für Deine ausführliche Rückmeldung. Bei den vielen unterschiedlichen Konfessionen bin ich ein kleiner Laie. ;-)

Mir ist von den Gemeinden in Zhitomir, Berdichev, Dubno, Rovno, Luzk bekannt.

In welchen Jahren haben diese Gemeinden bestanden? Hast Du z.B. aus dem "Zions-Wächter" dazu Artikel gesammelt und kannst daraus Namen von Predigern entnehmen?

Sicherlich ist die bereits erwähnte Zeitschrift "Zions-Wächter" eine gute Quelle diesbezüglich.

Ja, auf jeden Fall. Auf Anhieb fällt mir da ein interessantes Projekt vom CompGen-Verein ein: Im GenWiki gibt es seit Kurzem eine DigiBib. Eingescannte Lexika, Periodika, Veröffentlichungen vergangener Jahre werden digitalisiert - sprich mit OCR-Software wird das Bild in elektronisch lesbare Texte umgewandelt und von vielen freiwilligen Mitstreitern erfolgt die Korrekturlesung. Beispiel: Berichte und Gesuche (deutsche Landgemeinden in Südrußland)

Meiner Meinung nach, ausführlich könnte auch Herr Dr. Heinz eine Antwort darüber geben. Ich werde versuchen, da eine genaue Antwort zu bekommen.

Ja, bitte. Sobald es konkrete Hinweise für die Familienforschung in Wolhynien gibt, ergänzen wir gern unseren Leitfaden. :yes:

Vielleicht kannst Du Herrn Heinz auch befragen, ob in seinem Archiv der "Zions-Wächter" bereits gescannt vorliegt und ob er diese Bilddateien für die oben beschriebene DigiBib zur Verfügung stellen kann. Nötige Kontakte zum CompGen-Verein kann ich gern vermitteln.

gerhard

Re: Archiv der Theologischen Hochschule in Friedensau

Alexander Rehband @, Dienstag, 01.07.2008, 23:23 (vor 6519 Tagen) @ Gerhard König
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.07.2008, 23:35

Quelle - Deutsche Zentralstelle für Genealogie in Leipzig

- 1-

Familie Rehbandt/Rehband/Reyband ist von Westpreußen aufgebrochen, 1869, lange also nach dem berühmten Manifest der Zarin Katharina II vom 22. Juli 1763, das deutsche Siedler nach Russland einlud. Die Familie war eine Nachzügler, die großen Einwanderungswellen waren vurüber, die Gruppe der Mennoniten, die Richtung Wolga zog, war eine der letzten. Die Familie war Mitglied einer zahlenmäßig unbedeutenden religiösen Minderheit: Nie mehr als 10 Prozent aller Russlanddeutschen waren Mennoniten, um 1900 etwa 120 000. Die "kleine Herde",wie sie sich in Anlehnung an die Schar der Nachfolger Jesu einst nannten, hatte den lutherischen, katholischen und den wenigen reformierten Kolonisten einiges vvoraus: Sie war landsmannschaftlich relativ homogen, gewohnt, in der Fremde zu leben. Ihre Gemeinden verstanden sich als abgeschlossene Gemeinschaften von Gläubigen im urchristlichen Sinne. Die Taufe empfingen sie als Erwachsene, sie lebten unter dem strengen Regiment der Kirchenältersten und hatten sich abseits zu halten von der Welt, durften keine Waffe führen, keinen Eid schwören, kein Staatsamt begehren.
Nach der Vertreibung aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum waren die meisten "Täufer" in den Niederlanden ansässig. Während der Gegenreformation flohen sie vor den Scheiterhaufen der Inquisition, um 1530 tauchten die ersten in der Gegend von Danzig auf.Über hundert Jahre dauerte Zustrom dorthin-von Flandern, Friesland, dem Niederrhein ect. Den polnischen Königen waren die Mennoniten willkommen, viele waren Experten für Deichbau und Entwässerung, sie rangen den ewig überschwemmten Niederungen von Weichsel und Nogat fruchtbares Ackerland ab. Westeuropäische Geschichte-entschwunden hinter dem Eisernen Vorhang, im Orkus einer säkularisierten Welt.
Als im Zuge der Teilungen Polens des 18. Jahrhunderts das Gebiet an Preußen fiel und König Friedrich Willchelm II. wirtschaftlichen Druck auf die Wehrunwilligen ausübte, sannen diese auf Auswege. Zudem war das Land für die wachsende Zahl der Familien knapp geworden, und mit der Verarmung sank der kulturelle Standart. So folgten einige Tausend der Einladung von Zarin Katharina in den süden der Ukraine. 1789 gründeten sie die Kolonie Chortitza, während der napoleonischen Kriege zog ein weiterer Treck los und schuf die Kolonie Molotschna.
-2-

Zu dieser Zeit grassierte unter den Mennoniten wieder das Auswanderungsfieber. Eine neue Auswanderung, diesmal an die Wolga, war schon im Schwange, ausgelöst durch ein neues preußisches Gesetz zur allgemeinen Wehrpflicht, 1847. Die Deputierten der Mennoniten, Claas Epp und Franz Rehbandt, waren aus St. Petersburg zurück, hatten dort mit de russischen Staatsrat von Köppen folgende Bedingungen ausgehandelt: 65 Desjatinen brauchbar Landes pro Familie, 6500 insgesamt für den Siedlungsplatz, zum geltenden Verkehrswert zu kaufen, steuerfrei auf zehn Jahre, dazu Befreiung vom Wehrdienst, Religionsfreiheit selbstverständlich un die Freiheit, die eigenen Belange in deutscher Sprache zu verwalten. 350 Taler hatte jede Familie, damit niemand dem Zaren zur Last falle, bei der russischen Mission in Berlin zu hinterlegen. Und, als wichtigste Bedingung: Sie sollten der russischen Landbevölkerung als Musterwirte dienen.
Die vertragschließenden Parteien waren die aufgeklärten Spitzen eines Staates, in dem noch Leibeigenschaft herrschte, persönlich damit beauftragt: ein Deutscher in russischen Diensten. Auf der anderen Seite eine bäuerliche Gemeinschaft, tiefreligiös, doch in weltlichen Dingen rational wie keine andere.
Im Herbst 1855 traf die Vorhut der Mennoniten ein. Weil durch das Siedlungsgebiet der Salztrakt lief, ein breiter Landweg, über den das Salz vom Eltonsee in Mittelasien nach Mitteleuropa transportiert wurde, nannten die Siedler ihre Kolonie "Am Trakt". Das erste Dorf war Hahnsau, das zweite Köppental, dann Lindenau, Fresenheim und Hohendorf; 1864 war, nach weiteren Landkäufen, als sechstes Dorf Lysanderhöh an der Reihe.
Die Dörfe haben mit dem extrem kontinentalen Klima, lang anhaltender Trockenheit und enormen Winden zu kämpfen, die den kastanienfarbenden Humus und die zarten Baumsetzlinge davontragen.
Politisch entwickelt sich die Lage seit Zar Alexander II ungünstig für die Siedler. Seit 1870 mehren sich, wie überall in Europa, nationalistische Tendenzen. Nach Aufhebung der Leibeigenschaft 1861 läuft langfristig alles auf einen Verlust der deutschen Privilegien hinaus. Mit Müh und Not können die Mennoniten 1875 die drohende Wehrpflicht abwehren und einen Ersatzdienst im Forstwesen durchsetzen.

-3-
Das ganze Dorf Hahnsau,wo sich die Kolonie Molotschna befindet, wird an Fremde verkauft. Um 1900 sind die Dörfer-ohne Hahnsau-wohl über den Berg. Die Gemeinschaft investiert in ihre Dorfschulen, Alleebäume werden gepflanzt. Ursache des Erfolgs der Mennoniten ist unter anderem ihre starke, anhaltende Beziehung zu Westpreußen.


Es wäre sicherlich sehr interresant diese Dokumente in den Archiven zu finden ...
"Die Deputierten der Mennoniten, Claas Epp und Franz Rehbandt, waren aus St. Petersburg zurück, hatten dort mit de russischen Staatsrat von Köppen folgende Bedingungen ausgehandelt: 65 Desjatinen brauchbar Landes pro Familie, 6500 insgesamt für den Siedlungsplatz, zum geltenden Verkehrswert zu kaufen, steuerfrei auf zehn Jahre, dazu Befreiung vom Wehrdienst, Religionsfreiheit selbstverständlich un die Freiheit, die eigenen Belange in deutscher Sprache zu verwalten. 350 Taler hatte jede Familie, damit niemand dem Zaren zur Last falle, bei der russischen Mission in Berlin zu hinterlegen. Und, als wichtigste Bedingung: Sie sollten der russischen Landbevölkerung als Musterwirte dienen."

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Re: Deutsche Zentralstelle für Genealogie in Leipzig

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 02.07.2008, 03:32 (vor 6519 Tagen) @ Alexander Rehband

Hallo Alex,

danke für den ausführlichen Text, jedoch zu Wolhynien kann ich keine direkten Bezüge entdecken.

Quelle - Deutsche Zentralstelle für Genealogie in Leipzig

Lt. bisherigen Kenntnisstand befinden sich in Leipzig keine Unterlagen zum Forschungsgebiet Wolhynien. Daher ist die Zentralstelle auch nicht im Leitfaden aufgelistet.

Wenn Forscher in Leipzig zum Thema 'Wolhynien' fündig werden, so schreibt es uns bitte.

Es wäre sicherlich sehr interresant diese Dokumente in den Archiven zu finden ... "Die Deputierten der Mennoniten, Claas Epp und Franz Rehbandt, waren aus St. Petersburg zurück ..."

Kannst Du Russisch lesen? Da schlage ich Dir das RGIA in St.Petersburg vor. Im GenWiki findest Du eine Kurzbeschreibung in deutscher Sprache.

gerhard

Re: ADVETGEMEINDEN in Wolhynien

Alexander Rehband @, Samstag, 12.07.2008, 17:09 (vor 6508 Tagen) @ Gerhard König

Hallo an alle,

eine Antwort von Herrn Dr. Heinz steht noch aus.
Allerdings konnte ich einige allgemeinen Angaben zur Entstehung von Adventgemeinden in der Ukraine (unter anderem in Wolhynien) hier finden
http://www.adventist.org.ua/article/sda_church_ukraine/

Für alle, die gut ukrainisch lesen können, sicherlich interessant. Ich persönlich kann nicht alles verstehen, habe aber trotzdem viele Ortsangaben und Familiennamen entdecken können. Meine Anfrage in Kiew dürfte die Quellenangaben des Textverfassers zu Tage fördern und dann würde man alles persönlich überprüfen können.

"...Початок Адвентизму в Україні
Приблизно цього ж часу - у 80-90-ті рр. XIX ст. - виникають адвентистські громади на Волині. На думку деяких дослідників, сюди також приїжджав Михайло Чеховський, і його місія мала успіх. Вже у 1888 р. у селі Жарнувка, поблизу міста Дубно, виникла перша місцева адвентистська група. Через два роки було засновано громаду під Луцьком. Її очолив Карл Рейвен, який приїхав з Таврійської губернії до місцевих колоністів. Невдовзі два члени цієї громади, працівники столярного цеху Конрад Фендель та Йозеф Щледзінський переїхали з родинами у Лодзь, де 1896 року заснували невеличку громаду "суботників", яку відвідав Генріх Лєбсак. Після його проповідей в Лодзі чимало місцевих католиків приєднались до нової громади. Досить швидко в Східній Польщі був утворений церковний осередок, який мав у Лодзі біблійну школу і невеличку місію, що опікувалася, зокрема, віруючими західних теренів України та Білорусі. Керівниками центру стали Давид Геде та адвентист із Житомира Фрідріх Ремпферт. ..." (von mir hervorgehoben)

Gruß
Alexander

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