Vorfahren von Karl Klinger

Gerhard Klinger (per Email) @, Freitag, 04.04.2008, 21:10 (vor 6602 Tagen)

Guten Tag an alle,

ich bin ein Neuling in Sachen Familienforschung und brauche Hilfe bei der Suche nach meinen Vorfahren.

Ganz kurz zur Geschichte.
Aus Glaubensgründen wurden 1731 ca. 18.000 Menschen, auch die Familie Klinger aus dem Salzburger Land vertrieben. Seit 1732 wurden viele in Ostpreußen im Raum Gumbinnen wieder angesiedelt, darunter auch meine Vorfahren. Einige dieser Salzburger Exulanten zogen nach Jahren aus wirtschaftlicher Not heraus weiter nach Wolhynien. Von Ostpreußen aus nach Wolhynien gab es drei große Auswanderungswellen 1816, 1831 und 1861.

Mein Großvater Heinrich Klinger wurde am 15.04.1880 in Marianuka (wo liegt das?) geboren, hat am 12.05.1910 in Tutschin geheiratet und zwar eine Drews, Holdine (geb. am 6.02.1893 in Maszcza Kreis Rowno) und war der älteste Sohn von Karl Klinger.

Karl Klinger wiederum hat am 30.04.1879 in Shitomir geheiratet, eine Adolphine OSTROWSKA ( alle anderen Schreibweisen sind wahrscheinlich nicht richtig abgeschrieben z.B. Ostrewsky, Adolphine; Petrowska. Adolphine).

Mein leider vor drei Jahren verstorbener Onkel (Emil Klinger) hat mir erzählt,dass die Adolphine Ostrowska die Tochter eines reichen polnischen Förster's war. Dieser Förster hatte etwas gegen diese Hochzeit und daraufhin wurde Adolphine enterbt.

Ich suche jetzt nach den Geburtsdaten und -ort von Karl Klinger und darüber hinaus (kam er aus Polen?).

Kann mir jemand dabei helfen?

Viele Grüße

Gerhard

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Re: Vorfahren von Karl Klinger

Gerhard König ⌂, Samstag, 05.04.2008, 16:31 (vor 6601 Tagen) @ Gerhard Klinger (per Email)

Hallo Gerhard,

beim Lesen Deiner Nachricht erscheinen mir ein paar Ungereimtheiten.

Geschichte ... 1731 ca. 18.000 Menschen, auch die Familie Klinger aus dem Salzburger Land vertrieben.

Die Verbindung nach Salzburg erhoffen sich viele Forscher im ostpreußischen Land, aber nachweisen können es die wenigsten. Wie kommst Du auf die Familie KLINGER aus Salzburg um 1731, wenn Du die Herkunft Deines Urgroßvaters (oo 1879) nicht kennst?

Einige dieser Salzburger Exulanten zogen nach Jahren aus wirtschaftlicher Not heraus weiter nach Wolhynien.

Kannst Du darüber mehr schreiben und auch mit Quellen belegen?

Von Ostpreußen aus nach Wolhynien gab es drei große Auswanderungswellen 1816, 1831 und 1861.

In diesen 3 Jahren gab es viele Einwanderer nach Wolhynien, aber die wenigsten kamen aus Ostpreußen.

Mein Großvater Heinrich Klinger wurde am 15.04.1880 in Marianuka (wo liegt das?) geboren ...

Gibt es einen Beleg dazu? Wenn ja, welcher Pastor hat unterschrieben? Mit dem Wortstamm 'Marian~' gab/gibt es sehr viele Orte in Wolhynien. :-(

... hat am 12.05.1910 in Tutschin geheiratet und zwar eine Drews, Holdine (geb. am 6.02.1893 in Maszcza Kreis Rowno) und war der älteste Sohn von Karl Klinger.

Sind hier die Lage der Orte bekannt? Wo liegen Dokumente vor?

Gerhard

Re: Vorfahren von Karl Klinger

Klinger, Gerhard @, Sonntag, 06.04.2008, 21:43 (vor 6600 Tagen) @ Gerhard König

Hallo Gerhard,

danke für die Antworten und Hinweise und dazu noch folgendes.

Geschichte .... 1731 ca. 18.000 Menschen, auch die Familie Klinger aus dem Salzburger Land vertrieben ...

Im Salzburger Verein e.V. in 33605 Bielefeld gibt es eine Namenliste jener
Salzburger Exulanten, die 1732 in Ostpreußen angesiedelt wurden.
In dieser Namenliste steht folgendes:

KLINGER - Surname / Registration / 1999-06-29 / Salzb. Verein /Hermann Gollub

Jedenfalls ist damals ein Klinger im Raum Gumbinnen angekommen.
Mein leider verstorbener Onkel (Emil Klinger,*19.12.1919 in Kuntzow bei Greifswald, gest. am 7.06.2005 in Kelsterbach a/M), mit dem ich mich sehr viel darüber unterhalten habe, hat mir erzählt und er hat es von seinen Eltern und Verwandten.
In Gesprächen früher haben diese Leute über ihre alte Heimat gesprochen, gesprochen von Vertreibung, Hunger, Suche nach Land und Not.

Einige dieser Salzburger Exulanten zogen nach aus wirtschaftlicher Not heraus weiter nach Wolhynien ...

Genaueres kann ich auch nicht schreiben. Da aber Karl Klinger eine polnische Försterstochter geheiratet hatte, obwohl diese Adolphine daraufhin von ihren Vater enterbt wurde, kann der Weg auch über Polen nach Wolhynien geführt haben.
1861, also bei der dritten Einwanderungswelle nach Wolhynien, kamen sehr viele aus Westpreußen und der Danziger Umgebung dorthin
(Geschichte der Rußlanddeutschen www.arwela.info)
(Salzburger in Ostpreußen www.woodele.de/genealogie/gensalzburger.html)

Mein Großvater Heinrich Klinger wurde am 15.04.1880 in Marianuka (wo liegt das?) geboren ....

Im Familienstammbuch meiner Eltern, unter dem Stempel und der Unterschrift des Standesbeamten steht noch geschrieben:
Eheschließung der Eltern:
Des Mannes am: 12.Mai 1910 in Tutschin
Standesamt : unbekannt ---------- Nr. ---------

Die Daten von Holdine Drews, meiner Großmutter, habe ich vom Grabstein abgeschrieben.
Den Geburtsort von Heinrich Klinger, den hat mir freundlicherweise Regina
nachgee-mailt, dafür erst einmal ein großes Dankeschön. Später mehr.

Der Ort Marianuka ist laut Lück-Karte jetzt Marjanowka bei Aleksandrja.
Holdine Drews wurde am 6.02.1893 in Maszcza Kreis Rowno geboren. Laut
Lück-Karte gibt es einen Ort gleichen Namens bei Marcelinhof (stimmt das?).
Alle Kinder von Karl Klinger sind mir durch meinen Onkel Emil bekannt.

Heinrich Klinger * 15.04.1880 in Marianuka
Gustav Klinger * 19.12.1881 in Marianka
Rosalie Klinger * 22.06.1884 in Marianowka
Bertha Klinger * 1893 ?
Ferdinand Klinger * ? ?
Helene Klinger * ? ?

Mein Großvater Heinrich Klinger war vier Jahre Soldat beim Russischen Zaren.Während des Russisch-Japanischen Krieges (1904-1905) soll sein Bruder Gustav Klinger nach Amerika ausgewandert sein.
Mit der jüngsten Schwiegertochter von Gustav Klinger hatte ich schon einmal telefonische Gespräche geführt (PS; telefonieren lassen, denn ich habe kein Englisch gelernt). Der Zeitpunkt jedoch war ungünstig, denn sie zogen gerade von der Ranch in ein Altersheim um.
Seitdem ist der Kontakt abgebrochen. Das war vor vier Jahren.

Die damalige Adresse lautete:
Klinger,Alfred
109 Augustine Rd.
Sellersville, PA 18960-1305
(215)257-9337

Dieser Alfred Klinger ist der jüngste Sohn von Gustav Klinger.

Ach so, mir fällt gerade noch ein, das Heinrich Klinger schon einmal verheiratet gewesen war und zwar mit einer älteren Schwester von Holdine Drews, deren Name keiner mehr kennt. Zuerst soll die Frau gestorben sein und später die drei Kinder an Krankheiten.
Ich denke mal,das muss so um die Militärzeit von Heinrich Klinger herum gewesen sein (1901-1905), denn Holdine hat sich während seiner Abwesenheit um die Kinder gekümmert.

Im Sommer 1915 wurden die Klinger's aus Wolhynien deportiert.
Mein Vater Alexander Klinger wurde am 20.12.1916 in Woronesch geboren.
Durch das Rote Kreuz siedelten meine Vorfahren nach Deutschland um.
Mein Onkel Emil wurde in Kuntzow bei Greifswald am 19.12.1919.
Einige Zeit später wurden die Koffer wieder gepackt und es ging nach Ostpreußen.In Schaaren bei Schloßberg fand man eine neue Heimat.
Der 2. Weltkrieg kam und die Flucht aus Ostpreußen auch.Vertreibung, Flucht
und Gefangenschaft hinterließen ihre Spuren. Nach Jahren der Suche fand man sich in Sachsen wieder.
Ich bemühe mich jetzt,die fehlenden Glieder dieser Familienkette wieder zusammenzusetzen. Wird es mir gelingen?

Viele Grüße

Gerhard

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Re: Ostpreußen

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 09.04.2008, 02:15 (vor 6597 Tagen) @ Klinger, Gerhard

Hallo Gerhard,

KLINGER - Surname / Registration / 1999-06-29 / Salzb. Verein /Hermann Gollub
Jedenfalls ist damals ein Klinger im Raum Gumbinnen angekommen.

Es ist ein schöner Fund für Deine Sammlung. :-) Aber mehr leider auch nicht.

In Gesprächen früher haben diese Leute über ihre alte Heimat gesprochen ...

Diese Erzählungen sind mir auch bekannt. Mein Vater (*1939) und seine Mutter (*1915) sind in Königsberg, Ostpreußen geboren.

gerhard

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Re: Vorfahren von Karl Klinger

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 09.04.2008, 02:51 (vor 6597 Tagen) @ Klinger, Gerhard

Hallo Gerhard,

nun etwas geordnet zu Deinen Daten ;-) ...

Karl Klinger ... am 30.04.1879 in Shitomir geheiratet, eine Adolphine OSTROWSKA

In der Odessa-Datenbank steht dieser Heiratseintrag:

KLINGER, Karl oo 30.4.1879 Shitomir mit POTROWSKI, Adolphine; Film: 1895627/2, Seite: 612, Nr. des Eintrages: 102

In einer Forschungsstelle der Mormonen in der Nähe Deines Wohnortes kannst Du Dir diesen Film bestellen und lesen. Vielleicht hast Du Glück und findest in diesen Kirchbuchzweitschriften für das Konsistorium in St. Petersburg auch die Namen der Eltern dazu.

Der Eintrag 'Shitomir' heißt nicht, daß die Heirat auch in Shitomir gewesen ist. Vergleiche bitte auf unserer Webseite Kirchenbücher Tutschin und den dazugehörigen Gründungszahlen. Im Jahr 1879 war Tutschin eine ständige Adjunktur zum Kirchspiel Shitomir und aus diesem Grund stand auf den Urkunden auch Shitomir.

Holdine Drews wurde am 6.02.1893 in Maszcza Kreis Rowno geboren. Laut Lück-Karte gibt es einen Ort gleichen Namens bei Marcelinhof (stimmt das?).

Маща (ukr, rus), Maszcza (pol), Maschtscha (deu); PLZ: UA-35044, gehört zur Oblast Rowno, Rayon Kostopol

gerhard

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Re: Ortssuche Marianuka

Regina Steffensen, Samstag, 05.04.2008, 22:33 (vor 6601 Tagen) @ Gerhard Klinger (per Email)

Hallo Gerhard,

Mein Großvater Heinrich Klinger wurde am 15.04.1880 in Marianuka (wo liegt das?) geboren

ich habe den Geburtseintrag Deines Großvaters auch in der Odessa-Datenbank gefunden:

KLINGER, Heinrich * 15.04.1880 Marianuka 1897593/3 204 1150
(Carl & Ostrefsky, Adolphine)

Der Weg des Pastors nennt, von diesem Eintrag ausgehend, folgende Stationen:

Tuczyn - Jadolin - Mariendorf - Alexandrie - Marianuka - Friedrichsdorf - Merzchidorf - Chotinka - Antonuwka usw.

Lt. der Lück-Karte, beginnend im Index F4, könnten das folgende Orte sein:

Tuczyn - Jadzin - Mariendorf=Puchawa - Aleksandrja - Marjanówka - Friedrichsdorf=Solomka - Marcelindorf - Chołenka - Antonowka usw., demnach ist Dein gesuchter Ort Marianuka = Marjanówka bei Aleksandrja. Ab 1888 gehörten diese Orte zum Kirchspiel Tuczyn, vorher Kirchspiel Shitomir.

Regina

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Re: Ortssuche Marianuka und anderes

Klinger Gerhard @, Dienstag, 08.04.2008, 21:14 (vor 6598 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo Regina,

vielen Dank für Deine schnelle Hilfe bei der Suche nach dem Geburtsort meines Großvaters Klinger, Heinrich (15.04.1880).
Den Ort Marianuka hatte ich schon einige male in der Lück-Karte gesucht, aber nie gefunden.

Da ich mich mit der Ahnenforschung erst seit einiger Zeit befasse, fehlen mir ehrlich gesagt viele Grundkenntnisse. Dazu kommt noch, dass ich ebenfalls nie gelernt habe, mit Computern umzugehen. Auch dort mache ich noch viele Fehler und schreibe manches mehrmals. Das aber nur nebenbei.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir etwas Unterstützung geben könntest:yes:

In dem Beitrag, den ich Gerhard König geschrieben habe, da habe ich schon einige meiner Probleme angeschnitten.

Mein Urgroßvater Karl Klinger hat am 30.04.1879 in Shitomir eine Adolphine Ostrowska geheiratet.
Davon besitze ich eine Kopie einer Zweitschrift (Getraut im Jahre 1880).
Aber da ist nur zu folgendes zu lesen:

Getraute des Jahres 1880

Nr. / Monat und Tag der Trauung/Tauf-u.Familiennamen der Getrauten

102 30.April Karl Klinger mit Adolphine Ostrowska


Ich bin jetzt auf der Suche nach dem Geburtstag und -ort von ihm.

Gerhard hat es schon in seinem Beitrag angeschnitten. Vielleicht kommen meine Vorfahren nicht direkt aus Ostpreußen, sondern waren vorher noch in Polen für einige Zeit und ich denke da an Karl Klinger seiner Ehefrau mit polnischen Familiennamen. Wie kommt er eigentlich dazu?
Weiterhin besitze ich noch eine Kopie der Taufurkunde von Gustav Klinger,
geb. 19.12.1881 in Marianka wo liegt das?.
Dieser Gustav ist ein Bruder meines Großvaters Heinrich Klinger.

Als Taufpaten sind bei Gustav eingetragen: Gottlieb Klinger,Marie Becker.
Kann es jetzt so sein,dass dieser Gottlieb Klinger ein Bruder von Karl Klinger ist?.
Wo kann ich da nachsehen?

Regina, kannst Du bitte helfen?


Viele Grüße

Gerhard

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Re: Ortssuche Marianuka und anderes

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 09.04.2008, 03:33 (vor 6597 Tagen) @ Klinger Gerhard

Hallo Gerhard,

Taufurkunde von Gustav Klinger, geb. 19.12.1881 in Marianka wo liegt das?. Dieser Gustav ist ein Bruder meines Großvaters Heinrich Klinger.

Lt. der Ortsliste zu PINGOUD 1909 könnte es Marianka im Kirchspiel Shitomir sein.

Als Taufpaten sind bei Gustav eingetragen: Gottlieb Klinger, Marie Becker.

In der Odessa-Datenbank steht z.B. folgende Geburt:

KLINGER, Jakob * 8.12.1874, Sohn von Gottlieb & BAECKER, Wilhelmine; Film: 1884065/2, Seite: 453, Eintrag: 261

Leider fehlt der Geburtsort dazu. Es könnte Verwandschaft sein.

Kann es jetzt so sein, dass dieser Gottlieb Klinger ein Bruder von Karl Klinger ist?

Möglich ist es, aber dazu brauchst Du von beiden KLINGERs die vollständigen Heiratseinträge mit den dazugehörigen Eltern.

gerhard

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Re: Ortssuche Marianka und FN OSTROWSKA / OSTROWSKI

Regina Steffensen, Mittwoch, 09.04.2008, 21:02 (vor 6597 Tagen) @ Klinger Gerhard

Hallo Gerhard,

die meisten Antworten auf Deine Fragen hast Du schon von Gerhard König bekommen, viel bleibt also nicht mehr zu sagen.

.... von Gustav Klinger, geb. 19.12.1881 in Marianka wo liegt das?

Auch diesen Geburtseintrag gibt es in der Odessa-Datenbank und ich konnte den Weg des Pastors überprüfen.
Bevor er nach Marianka kam, war er in Mariendorf. Von Marianka aus ist er nach Alexandria (Aleksandrja), Lubomirka und Friedrichsdorf gegangen. Demnach sieht es so aus, als wenn auch Marianka gleichbedeutend mit Marjanówka (bei Aleksandrja) ist.

...Adolphine Ostrowska....Ehefrau mit polnischen Familiennamen

OSTROWSKA / OSTROWSKI ist vermutlich ein polonisierter Name. In "Die Deutschen in Polen seit der Reformation" von Oskar Kossmann wird er mit SCHARFF übersetzt, die SGGEE nennt SCHAERFF und SCHAERFT.

Regina

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Re: Fundsache KLINGER

Gerhard König ⌂, Donnerstag, 10.04.2008, 00:52 (vor 6596 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo Gerhard,

Weg des Pastors ... Von Marianka aus ist er nach Alexandria (Aleksandrja), Lubomirka und Friedrichsdorf gegangen.

Regina hat sich die Arbeit gemacht und Dir diesen Weg rausgesucht. Bei dem Ort Friedrichsdorf könnten diese 2 Konfirmationen aus dem Kirchspiel Rozyszcze passen:

KLINGER, Gottlieb konfirmiert am 15.9.1868 in Nowaja Semlja, * 1851 in Friedrichsdorf Rowno, Sohn von KLINGER, Gottlieb und Ehefrau Wilhelmine, Arbeitsmann in Olik Nowaja Semlja

KLINGER, Henriette konfirmiert am 2.10.1869 in Nowaja Semlja, * 1854 in Friedrichsdorf Rowno, Tochter von KLINGER, Gottlieb und Ehefrau Wilhelmine, Arbeitsmann in Nowaja Semlja

Vielleicht ist einer von diesen Gottliebs identisch mit dem Gottlieb KLINGER, den Du bereits in Deiner Sammlung hast?

gerhard

Re: Ortssuche Marianka und FN OSTROWSKA / OSTROWSKI

Klinger Gerhard @, Montag, 14.04.2008, 20:29 (vor 6592 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo Regina und Gerhard,

bin begeistert über die Fundsachen von Klinger,Gottlieb und seiner Ehefrau Wilhelmine, sowie über die Namen deren Kinder(auch Gottlieb und Henriette)nebst Konfirmationsdaten und Ort (vom 10.4.2008 um 00:52 Gerhard)

In der Lück-Karte finde ich den Ort Nowaja Semlja nicht,wo liegt das?.

Desweiteren besitze ich eine Kopie von der Evg.Kirche Rozyszcze Film-Nr.:2380026, auf Seite 181 Nr. 24 vom Jahr 1869 steht:

Klinger, Gottlieb Witwer und Arbeitsmann aus Olik Kreis Rowno. Sohn des Einwohners Christian Klinger und seiner Ehefrau Caroliene.
Ehefrau gestorben.Verwitwet, 44 Jahre alt und geheiratet am 9.5.1869
eine
SHARN JULIANE ARNDT, Witwe aus der neuen Kolonie TEREMNE.
Tochter des Landmanns Gottfried Arndt und seiner Ehefrau Christiana, Eltern gesrorben.


Film-Nr.: 2380026, auf Seite 199 Nr. 73 vom Jahr 1869 steht:
ledig,30 Jahre alt
Weidner,Gottlieb Landmann aus der Kolonie Nowaja Semlja. Sohn des Kolonisten Johann Weidner und seiner Ehefrau Anna.
Vater tot, Mutter lebt. Tauf und geboren in der früheren Kolonie Ts ......?
Kreis Dubno.
mit
Ledig,25 Jahre alt

Klinger, Wilhelmine Tochter des Arbeiters Gottlieb Klinger und seiner Ehefrau Wilhelmineaus dem Städchen Olik.
Mutter tot, Vater lebt.Christl. Konfession und geboren in der Kolonie WULKE

Re: Vorfahren von Karl Klinger

Werner Klinger @, Montag, 27.07.2015, 01:51 (vor 3932 Tagen) @ Gerhard Klinger (per Email)

Hallo,
Ich interessiere mich für die Salzburger Klinger-Linie und habe leider noch gar keine Daten davon. Was ich habe, sind die Erinnerungen der Erzählungen meines Großvaters Albert Klingers, der immer wieder von der Geschichte der 5 Kaufmanns-Gebrüder Klinger aus Salzburg erzählte, die aus Glaubensgründen nach Ostpreußen immigrierten. Diese 5 Gebrüder sollen mit 12 weiterem Gesinde gezogen sein und waren in Salzburg wohl das, was man wohlhabend nennt.
Sie kamen irgendwann nach Potsdam, wo sie vor dem König gekniet haben sollen und da sie im Gegensatz zu vielen anderen Kapital hatten, sollen sie Land in Ostpreußen geschenkt bekommen haben, welches sie bewirtschaften sollten. Vier dieser Brüder dürften weiterziehen, einer mußte am Hof des König in irgendeiner Funktion verbleiben, damit die anderen vier nicht vergaßen die Steuern zu bezahlen. Es soll ein in Leder gebundenes Dokument oder Buch gegeben haben, in der alle Namen auch als Salzburg verzeichnet waren. Mein Großvater hat es gesehen, und auch meine Mutter, die 1922 in Königsberg geboren wurde. Aber leider ging dann alles bei der Flucht von Königsberg nach Dresden verloren. Soweit zur weiter erzählten Familiengeschichte. Mein Großvater soll verschiedene Brüder gehabt haben, aber leider weiß ich nichts mehr darüber, wie sie hießen, oder wo sie lebten.
Die genauen Daten meines Großvaters könnte ich noch raussuchen. Kommt Irgendjemand zu dieser Geschichte etwas bekannt vor, oder haben die Profis hier Tips, wie oder wo ich da etwas heraus bekommen könnte?
Besten Dank fürs Lesen und das Interesse soweit.
Werner Klinger

Re: Vorfahren von Karl Klinger

Gerhard Klinger @, Sonntag, 02.08.2015, 17:17 (vor 3926 Tagen) @ Werner Klinger

Hallo Werner,

ich komme gerade aus dem Urlaub und hier nun meine Antwort.

Deine Geschichte klinkt ähnlich, wie meine Erzählungen von meinen Vorfahren. Wie Gerhard König schon sagte, dass muss man erst beweisen.

Mein Gottlieb Klinger wurde 1825 geboren. und seine Eltern werden bei der 2. Eheschließung mit Juliane Sharn in Shitomir (9.5.1869) mit Christian und Ehefrau Caroline bezeichnet. Wann, wo, woher und wie sie nach Wolhynien kamen, dass ist mir bis heute nicht bekannt.
Bei der Geburt von Caroline Luise Maria Saak * 6.3.1845 in Friedrichsdorf, wird Gottlieb Klinger als Taufpate genannt. Das ist die erste Aufzeichnung über meine Vorfahren in Wolhynien.

Im Stammbuch der ostpreußischen Salzburger von Hermann Gollub (1934) habe ich mir den Auszug des FN Klinger schicken lassen. Meine Leute sind nicht mit dabei.

Bei Google: Salzburger Verein e.V. Bielefeld - schau mal da hinein. Da habe ich einen ersten Überblick erhalten. Auch telefonisch kann man da nachfragen.

Für weitere Fragen gerne bereit.

Gerhard Klinger

Re: Vorfahren von Karl Klinger

Werner Klinger @, Sonntag, 07.02.2016, 13:26 (vor 3737 Tagen) @ Gerhard Klinger (per Email)

Hallo,
Mein Name ist Werner Klinger. Mein Großvater, Albert Klinger, geb. 27.1.1988, in Neudorf, Kr. Raquil, hat mir immer wieder davon erzählt, dass unsere Vorfahren, die fünf Kaufmannsgebrüder Klinger aus Salzburg vertrieben wurden und nur durch die Gnade des preußischen Königs nach Ostpreußen durften. Sein Vater war Wilhelm Klinger, geb.am 12.8.1861 zu Neudorf, Kreis Raquil, Wilhelm Klingers Frau, meine Urgroßmutter, hieß Marion Klinger, geb.Bürgstat, am 1.1.1859 zu Langsangen, Kreis Raquil. In der weiteren Ahnenreihe taucht auch desöfteren der Namen Soppa auf.
Sehen Sie irgendwelche Anknüpfungspunkte? Mein Großvater berichtete mir, dass er viele Brüder gehabt hätte.
Besten Gruß
Werner Klinger

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