Von Sibirien nach "Ludwigsthal" Romanowka/Aleksandrowsk
Annelie Møller
, Sonntag, 09.12.2007, 10:42 (vor 6718 Tagen)
Ich habe euch am 28. August geschrieben und gefragt wo Luwigsthal sich befindet. Meine Grosseltern Emil und Mathilde Welke, meine mutter und ihren drei geschwistern sind, von Berezovo in Sibirien, geflüchtet im 1915. Ich habe ein konfirmationsattest meiner tante, sie ist in Ludwigsthal konfirmiert worden in 1918.
Drei jahre hatt es gedauert, so wie ich es sehe und herausgefunden habe. Vielleicht kann jemand mir sagen, welchem weg die familie geflüchtet sind, oder wie mann auf dieser zeit "gereist" haben? 1918 konfirmiert in Romanowka und 1918 in Dänemark angekommen!, dass war ein bischen schneller.
Noch mals vielen dank für alles, wass ihr für mich herausgefunden habt bis jetzt, ich lese 2 mal der woche die fragen und antworten im forum.
Fröhliche Weinachten an alle
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal" ...
Gerhard König
, Sonntag, 09.12.2007, 11:49 (vor 6718 Tagen) @ Annelie Møller
Hallo Annelie,
von Berezovo in Sibirien, geflüchtet im 1915. ... in Ludwigsthal
konfirmiert worden in 1918. Drei jahre hatt es gedauert ...
Du hast 2 verschiedene Urkunden aus den Jahren 1915 und 1918? Richtig? Wenn ja, sagt dies noch nicht, daß die Familie die 3 Jahre dazwischen unterwegs auf Reisen waren.
wie mann auf dieser zeit "gereist" haben? 1918 konfirmiert in Romanowka
und 1918 in Dänemark angekommen!
Schau mal auf die österr.-ung. Karten und achte auf die Eisenbahnverbindungen. Der kürzeste Weg wäre der Zug nach St.Petersburg und anschließend mit dem Schiff nach Dänemark und der längste Weg beginnt beim Asowschen oder Schwarzen Meer in einem Hafen und die Reise ging per Schiff übers Mittelmeer nach Hamburg oder ähnliches.
gerhard
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal"
Annelie Møller
, Sonntag, 09.12.2007, 15:47 (vor 6718 Tagen) @ Gerhard König
Liebe Gerhard König.
Gäbe es nur einen sprache in der Welt, wäre dass viel einfacher!!
Ich habe mich nicht ordentlich ausgedrücht. Ich versuche noch einmal.
1915 ist die familie aus Wolhynien(Niespodzianka)deportiert worden, nach
Berezovo beim Ob fluss, aber wie lange sie in Sibirien wahren, weiss ich nicht.
Dass was ich gerne gewuscht hätte ist: der weg nach da ganz unten bei
Ludwigsthal/Romanowka? und vesshalb diese lange reise.
Ist es ein eisenbahnlinie, der es dass machte, dass die familie da hinkamen, altso ganz zufällig?
oder vielleicht ging es um, wo der krieg am schlimsten war, und mann dan umvege machen musste.
Hoffe das du mich verstehst, ich muss so viel nachdenken beim deutsch schreiben!!
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal"
Gerhard König
, Sonntag, 09.12.2007, 16:24 (vor 6718 Tagen) @ Annelie Møller
Hallo Annelie,
Deine Zeilen haben ich ganz gut verstanden.
Die Entfernungen bis nach Sibirien sind für unsere Vorstellungen groß, aber für russische Verhältnisse normal.
1915 ist die familie aus Wolhynien(Niespodzianka) deportiert worden, nach
Berezovo beim Ob fluss, aber wie lange sie in Sibirien wahren, weiss ich nicht.
Um diese Zeit besser zu verstehen, lies mal in den Wolhynischen Heften. Hefte bzw. Kopien kannst Du Dir in Wiesentheid bestellen.
Dass was ich gerne gewuscht hätte ist: der weg nach da ganz unten bei
Ludwigsthal/Romanowka? und vesshalb diese lange reise.
Entweder hat ein Verwandter aus dieser Gegend eine Adresse hinterlassen; ein Pferdewagen, Zug oder anderes Gefährt fuhr zufällig in diese Richtung. Sie waren mitten in Sibirien, haben die schwersten Erlebnisse hinter sich und wollten das Land verlassen. Da war der kürzeste Weg in Richtung Schwarzes Meer.
gerhard
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal" Romanowka/Aleksandrowsk
Waldemar Wolff
, Sonntag, 09.12.2007, 16:13 (vor 6718 Tagen) @ Annelie Møller
Hallo Annelie,
vielleicht habe ich Dich auch nicht verstanden, aber:
Höchstwahrscheinlich sind Deine Großeltern im Jahre 1915 nicht von (aus) Sibirien geflohen, sondern aus Wolhynien nach Sibirien deportiert worden.
(Diese Reise konnte auch etliche Monate dauern.) Nach den Revolutionen in Russland im Februar und Oktober 1917 bekamen die Deutschen die Möglichkeit aus Sibirien zurück in ihre Heimat zu fahren. Viele sind schon im Jahre 1918 zurückgekehrt. Also sind Deine Großeltern im Jahre 1918 nach Romanowka gekommen. Was wundert Dich hier?
Waldemar
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal" Romanowka/Aleksandrowsk
Annelie Møller
, Montag, 10.12.2007, 15:14 (vor 6717 Tagen) @ Waldemar Wolff
Ich weiss nicht ob ich mich wundere, ich weiss nur dass ich so viele fragen im kopf habe!!!
Natürlich war es nicht vorausbestimmt dass die familie nach Dänemark sollten, denn mein Opa ist in Smolniki, Polen gebohren und meine Oma in Niespodzianka, Rusland.
Vielleicht hat Gerhard recht, dass jemanden gesagt hat : komm nach Ludwigsthal, altso eine zufällige tat.
Ich dachte dass es vielleicht, um diese zeit, einen weg gegeben hat, was viele, die vom Sibirien deportierten, gereist haben.
Auch vom Ludwigsthal nach Dänemark - welchem weg??
Dass werde ich sicher nie herausbekommen, leider ist meine interesse auf diesem gebiet erst später aufgetaucht.
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal" Romanowka/Aleksandrowsk
Gerhard König
, Mittwoch, 12.12.2007, 07:57 (vor 6715 Tagen) @ Annelie Møller
Ludwigsthal/Romanowka? und vesshalb diese lange reise.
Hallo Annelie,
es kann noch einen weiteren Beweggrund für die Reise Deiner Vorfahren geben:
Ab dem 19. Oktober 1918 bestand die Wolgadeutsche Republik. Dies könnte in Deine Aufzählung sehr gut passen.
gerhard
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal"
Annelie Møller
, Donnerstag, 13.12.2007, 15:01 (vor 6714 Tagen) @ Gerhard König
Vielen dank für eure mühe und frohe weinachten an alle.
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal"
Anja Welke
, Donnerstag, 03.01.2008, 20:30 (vor 6693 Tagen) @ Annelie Møller
Hallo Annelie,
ich bin auch auf der Suche nach der Geschichte meiner Vorfahren, die recht ähnlich klingt. (Ich heiße übrigens Welke wie Deine Vorfahren, meine Welke-Familie kommt aber aus Schlesien):
Meine Urgroßeltern Dräger (mütterliche Linie), sind in der Ukraine (Luzk bzw. Nowogradwolynsk) geboren. Die Urgroßmutter wurde 1915 noch in ihrem Heimatort konfirmiert.
Meine Oma hat mir erzählt, dass die Familie ihrer Mutter nach Sibirien verschleppt wurde. Das muss also nach April 1915 gewesen sein. Nach einem sehr harten Winter, in dem der Erzählung nach auch einige ums Leben gekommen sind, ist es Ihr und Ihrer Schwester (?) gelungen, sich wieder nach Deutschland durchzuschlagen.
Ich nehme an, dass sie nicht unbedingt mit der Bahn gereist sind, sondern eher zu Fuß und per Anhalter und daher vermutlich auf Umwegen.
Sie sind dann in Pommern gelandet, wo sie auch geheiratet hat. Die Heiratsurkunde ist von 1921, eingebürgert wurde das Ehepaar erst 1930.
Gruß Anja
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal"
Regina Steffensen, Freitag, 04.01.2008, 08:34 (vor 6692 Tagen) @ Anja Welke
Hallo Anja,
herzlich willkommen im Forum !
ich bin auch auf der Suche nach der Geschichte meiner Vorfahren
Dann mache uns doch bitte genauere Angaben zu Deiner Familie, soweit sie Dir gesichert bekannt sind.
Die Urgroßmutter wurde 1915 noch in ihrem Heimatort konfirmiert.
Die Heiratsurkunde ist von 1921, eingebürgert wurde das Ehepaar erst 1930.
Aus den Urkunden sollten die genauen Orte und die Namen der Eltern Deiner Urgroßeltern ersichtlich sein.
Regina
--
Immer auf der Suche nach Scans/Kopien von Dokumenten aus Wolhynien
für unsere Daten-/Dokumentensammlung ... <= bitte anklicken !
Re: Von Sibirien nach "Ludwigsthal"
Annelie Møller
, Montag, 21.01.2008, 15:11 (vor 6675 Tagen) @ Regina Steffensen
Lieber Anja Welke.
Ich hatte gehofft, du hättest ein bischen geschrieben über deine familie!.
Ich habe bei den mormonen nachgeschauen:
Ein Wilheml Welke ist mit Emilie Draeger verheiratet worden im 1862.
Die beiden hat 3 kinder bekommen: Caroline geb. 1863, Johann August geb. 1864 und Johann Daniel geb. 1866.
Dass alles macht einen sehr grossen spass, vie die familien in einander verviklet sind.
