Hallo Gerhard,
Schöne Grüße von Frau Neupert.
Bezüglich Stammblätter ist da wohl was im Gange, aber nicht so wie Du Dir das vorgestellt hast.
Wenn ich den Archivar richtig verstanden habe, wollen sie wohl die Blätter auf Filme bringen.
Das Bundesarchiv ist ja ein riesiges Gebäude. Leider habe ich beim suchen in den Findbüchern mich zeitlich verhaun, ich brauchte ca.1,5 Stunden !
Gott sei dank, war es nicht so voll und ich bekam meine Unterlagen schon nach 15 minuten.
Bei der Suche nach meinen Vorfahren( eigentlich die meines Mannes), bin ich auf ein Problem gestoßen.
Mein Vorfahr (Urgroßvater), Robert Zink ist lt. Kirchenbucheintrag von Kirch Grambow(Meckl.Vorp.) am 14.6.1875 in Blumental geboren. Geheiratet hat er in Shitomir.(Kopie vom Trauschein). Unser Großvater ist am 27.9.1910 in Andrejewka geboren.
Ich bin immer davon ausgegangen das das in Wolhynien liegt. Nun mußte ich feststellen, das in Bessarabien ebenfalls ein Blumental und ein Andrejewka gibt. Welches ist nun das Richtige?
Vom Archiv in Berlin(EWZ) bekam ich eine negative Antwort, also das sie dort nicht registriert sind. Vom Schweriner Archiv warte ich seit August auf Antwort.
Wo und Wie kann ich da mehr erfahren?
MfG Petra
Hallo Petra,
danke für die Grüße.
Bezüglich Stammblätter ist da wohl was im Gange, ... den Archivar richtig
verstanden habe, wollen sie wohl die Blätter auf Filme bringen.
Dies liest sich schon sehr gut. Je mehr Personen die Originalblätter in die Hand nehmen, um so weniger ist von der Schrift erkennbar.
Bei der Suche nach meinen Vorfahren( eigentlich die meines Mannes), bin
ich auf ein Problem gestoßen.
Hm, so richtig kann ich Deinem Problem nicht folgen. Blumentals und Andrejewkas gibt es noch eine ganze Menge mehr östlich vom Bug. Lt. dem Trauschein kommt nur die Region rundum Shitomir in Wolhynien in Frage. Sind vom Großvater noch Geschwister und deren Geburtsorte bekannt?
Vom Archiv in Berlin(EWZ) bekam ich eine negative Antwort, also das sie
dort nicht registriert sind.
Wann haben die gesuchten Personen Wolhynien verlassen?
gerhard
Re: Wolhynien oder Bessarabien ?
Petra Zink
, Montag, 08.10.2007, 14:26 (vor 6787 Tagen) @ Gerhard König
Hallo Gerhard,
Mit den losen Blättern stimme ich Dir voll zu. Sie sind wirklich schon ganz schön befingert, eingerissen und sehr dünn.
Mein Robert Zink kam mit seiner Frau Juliane Jesse zw. 1911 und 1913 nach Deutschland zurück, mit ihnen die Kinder
1. Adolf * 5.7.1898 Rußland
2. Reinhold * 27.5.1901 Rußland
3. Olga * 2.3.1903 Fastinufka od. so ähnl.(gefunden habe ich ein
Faustynowka NÖ von Romanow)
4. Hermann * 14.3.1906 Rußland
5. Ferdinand * 27.9.1910 Andrejuvka (Ukraine)
(unser Großvater)
Das 6. Kind Hulda ist am 27.7.1914 in Kasendorf b. Rehna,Meckl.-Vorp., geboren sowie noch 3 weitere Kinder.
Leider konnten mir die Kinder von Adolf, Reinhold und Hermann nicht den Geb.ort ihrer Väter sagen, da sie es selber nicht wußten.
Von meinem Schwiegervater und einigen seiner Cousins weiß ich aber, das die Ehefrau von Robert Zink, Juliane Jesse, alle Papiere verbrannt hat, weil sie nicht weiter ausreisen wollte, wie ihr Mann es vorhatte. Ziel war
Amerika/Brasilien.
In der Odessa-Datenbank kann ich Juliane Jesse verfolgen, aber nicht meinen Robert Zink, dessen Vater August Zink heißt. (Mehr Daten von ihm habe ich nicht)
Bei meinen Recherchen viel mir auf das es viele Zinks in Bessarabien gibt, nur habe ich zu denen noch keine Verbindung gefunden. Aufgrund dessen wurde ich nun unsicher und erst recht, weil es dort ebenfalls die Orte Andrejevka und Blumental gibt. Das Robert Zink in Blumental geboren sein soll, erzählte mir mein Schw.vater sowie sein Vater (Ferdinand Zink). Sie sollen dort eine gr. Bauernstelle gehabt haben.
Irgendwas muß zw. 1911 und 1913 passiert sein, (war es die Zwangsumsiedlung nach Sibirien?) denn sie verkauften all ihr Land und mit dem Erlös sind sie durch einen Händler/Kaufmann über die Grenze gekommen. So erzählte es Opa Ferdinand.
In der Sggee-Bank sind zwar auch Zinks, aber ich weiß nicht wie ich zu den Autoren? komme bzw.wie ich nachfragen kann, da ich die Englische Sprache auch nicht so beherrsche.
Liege ich mit Wolhynien richtig? Wenn ja, wie bekomme ich raus, woher mein Robert Zink und seine Vorfahren sind?
Wie schon erwähnt, warte ich noch auf Rückantwort vom Schweriner Landesarchiv.
Vielen Dank im vorraus!
Petra
Re: Wolhynien oder Bessarabien ?
Regina Steffensen, Dienstag, 09.10.2007, 10:15 (vor 6786 Tagen) @ Petra Zink
Hallo Petra,
Mein Robert Zink kam mit seiner Frau Juliane Jesse
zw. 1911 und 1913 nach Deutschland zurück...
Aus diesem Grund liegen auch im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde keine Unterlagen vor. Von dort hättest Du nur eine positive Antwort bekommen, wenn die Übersiedlung nach Deutschland im Verlaufe des 2. Weltkrieges stattgefunden hätte.
Bundesarchiv Koblenz......ich bekam meine Unterlagen.....
Obwohl Deine Familie schon vor dem 1. Weltkrieg nach Deutschland gekommen ist ? Welche Art von Unterlagen hast Du bekommen ? Für welche Personen ?
Irgendwas muß zw. 1911 und 1913 passiert sein, (war es die Zwangsumsiedlung nach Sibirien?)......
Nein, die war 1915.
......denn sie verkauften all ihr Land und mit dem Erlös sind sie durch einen Händler/Kaufmann über die Grenze gekommen.
Deine Familie hat Glück gehabt. Sie haben rechtzeitig verkauft und früh genug das Land verlassen. Hätten sie bis 1915 gewartet, wären sie enteignet und Richtung Sibirien verbannt worden.
Blumental, Andrejewka, Faustinufka.........Bessarabien oder Wolhynien ?
Robert Zink... Geheiratet hat er in Shitomir.(Kopie vom Trauschein)
Gerhard hat Dir schon erklärt, dass aufgrund des Trauscheines nur die Gegend rund um Shitomir in Frage kommt.
Du bist Mitglied der SGGEE, kannst also auch Jerrys Karte einsehen.
- Faustinufka = Faustynowka , nordöstlich von Romanow
- für Andrejewka gibt es 2 Möglichkeiten: 1) direkt oberhalb von Shitomir und 2) nördlich von Tschernjachow
- auch für Blumental 2 Möglichkeiten: 1) westlich von Korosten, noch im Kirchspiel Shitomir, ist aber eigentlich schon zu weit weg von den anderen Siedlungsorten 2) westlich von Pulin, etwa auf halbem Weg zwischen Pulin und der Straße Shitomir/Nowograd-Wolynsk.
Regina
--
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Re: Wolhynien oder Bessarabien ?
Petra Zink
, Dienstag, 09.10.2007, 19:24 (vor 6786 Tagen) @ Regina Steffensen
Hallo Regina,
Vielen dank für die Rückantwort. Sie war sehr ausführlich!
Eine Eigenschaft von Euch,die ich ganz toll finde und sehr schätze. Dann liege ich mit Wolhynien doch richtig, ein Glück.
Gestern habe ich mit dem Landesarchiv in Schwerin telefoniert und da habe ich mich angkündigt und ich hoffe, ich finde bei den Einbürgerungsakten meinen Robert Zink.
Mit den Unterlagen meine ich die Filme, Stammblätter und diverse Briefe
von Wolhyniern, die ich mir aus den Findbüchern rausgesucht habe.
Herzlichst
Petra
Re: Berlin (EWZ)
Anna Liebert
, Mittwoch, 10.10.2007, 00:31 (vor 6785 Tagen) @ Petra Zink
Hallo,Petra
Vom Archiv in Berlin(EWZ) bekam ich eine negative Antwort,
Kanst du mir bitte sagen die Adresse von Archiv in Berlin (EWZ)?
Mein Opa muss in EWZ-Liste sein.Er heisst Erwin Liebert.
Er wurde in Wolhynien 1926 geboren.Und 1945 repatriiert nach Sibirien.
Ich habe schon auch viel negative Antworte bekommen,aber werden wir hoffen,
das unsere Geschichte wir finden.
MfG Anna Liebert
Re: Berlin (EWZ)
Petra Zink
, Mittwoch, 10.10.2007, 09:05 (vor 6785 Tagen) @ Anna Liebert
Hallo, Anna
Kanst du mir bitte sagen die Adresse von Archiv in Berlin (EWZ)?
Die Anschrift lautet:
Bundesarchiv Berlin-Lichtenfelde
Postfach 450 569
12175 Berlin
Die Anschrift kannst Du auch nachlesen im Leitfaden des Wolhynienforums auf Seite 2.
Viel Glück!
MfG Petra
Re: Berlin (EWZ)
Anna Liebert
, Freitag, 12.10.2007, 23:24 (vor 6782 Tagen) @ Petra Zink
Hallo,Petra
Liebes Dank fuer die Antwort.
Ich suche die Einbuergerungsunterlage von meines Grossvaters.
Ich lebe bis jetzt in die Verbannung in Sibirien.
Und nur diese Unterlage mir helfen koennen,um nach Deutschland zu fahren.
Noch ich moechte die Adresse von Archiv in Warthegau finden.
Dort in Litzmannstadt wurde mein Opa Erwin Liebert eingebuergert.
Liebe Gruesse
Anna
Re: Berlin (EWZ)
Alexander Eng
, Samstag, 13.10.2007, 09:21 (vor 6782 Tagen) @ Anna Liebert
Hallo Anna,
ob das Archiv in Litzmannstadt die Einbürgerungsunterlagen hat möchte ich bezweifeln, aber trotzdem hier ist die Adresse vom Archiv, Litzmannstadt ist jetzt Lodsch(Lodz) in Polen:
Archiwum Panstwowe
Pl. Wolnosci 1
90-950 Lodz
Polska/Польша
Ich nehme an du hast wegen der Einbürgerungsurkunde beim Bundesarchiv in Berlin schon angefragt?
Viel Glück!
Alexander
Re: Einbürgerungsurkunde suchen
Anna Liebert
, Sonntag, 14.10.2007, 18:12 (vor 6781 Tagen) @ Alexander Eng
Hallo Alexander,
herzliches Dank fuer die Hilfe.
Ja,ich habe schon beim Bundesarchiv in Berlin angefragt.
Dort haben sie die Einbürgerungsurkunde leider nicht gefunden.
Ich weiss schon nicht wo muss ich weiter suchen.
Mein Opa Erwin Liebert wurde zweimal eingebuergert.
1.Einmal nach dem Schema der kollektiven Naturalisierung,
denn er lebte am 21.06.1941 im Bereich des Reichskommissariets Ukraine
in Gottliebsdorf (Generalbezierk Shitomir)
2.Zum zweiten Mal erwarb er deutsche Staatsangehoerigkeit auf individuelle Weise in Warthegau in Lodz.
Liebe Gruesse
Anna
Re: Einbürgerungsurkunde suchen
Alexander Eng
, Sonntag, 14.10.2007, 19:39 (vor 6781 Tagen) @ Anna Liebert
Hallo Anna,
ja, so wurden fast alle Deutschstämmigen aus Ukraine zweimal eingebürgert, aber die erste Einbürgerung (die kollektive Naturalisierung) wird vom Bundesverwaltungsamt nicht anerkannt, oder?
Die Einbürgerungsunterlagen von deinem Opa können noch beim Sonderarchiv in Moskau sein, oder hast du dort auch schon angefragt?
Liebe Grüße
Alexander
Re: Einbürgerungsurkunde suchen
Anna Liebert
, Sonntag, 14.10.2007, 21:21 (vor 6780 Tagen) @ Alexander Eng
Alexander,danke sehr!
Ich fragte in Bundesarchiv einfach die Einbürgerungsunterlagen,
und ueber diese kollektive Naturalisierung haben sie mir nichts geschrieben.Muss ich was anders noch mal in das Bundesarchiv schreiben?
Ueber Sonderarchiv in Moskau wusste ich nicht.Ganz liebes Dank!
Ich denke dort diese Unerlage muss sein.Ich habe dort gelesen:
Im Archiv finden sich Akten verschiedenster Provenienz, die der Roten Armee bei Ihrem Vormarsch im damaligen Deutschland 1944/45 in die Hände fielen. Zum größten Teil handelt es sich um Archivalien, die das Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) und die ihm unterstehenden Institutionen produzierten, von anderen staatlichen und kommunalen Institutionen übernahm oder in Deutschland und den besetzten Gebieten beschlagnahmte.
Mein Opa diente am Ende des Krieg in der deutsche Armee und wurde
von russe Armee gefangengenommen.
Ich habe noch dort gelesen,dass Reichsarchiv und Heeresarchiv befindet sich in Potsdam.Reichsarchiv ist Archiv von Deutsche Reich und deutsche
Reichskommissariats Ukraine (wie Teil dieses Reich),ja? Aber die Adresse
dort war nicht geschrieben.Vielleicht dort gibt es diese Dokumente?
Ich Danke Dir recht herzlich
LG Anna
Re: Einbürgerungsurkunde suchen
Alexander Eng
, Sonntag, 14.10.2007, 21:35 (vor 6780 Tagen) @ Anna Liebert
Anna, ob das Bundesarchiv was über die kollektive Naturalisierung hat kann ich nicht sagen.
Für die Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht gibt es die deutsche Dienststelle, wenn dein Opa „richtig“ bei der deutschen Wehrmacht gedient hat, dann können die Unterlagen dort sein, die Anfrage kannst du auf der Seite online ausfüllen und absenden.
Liebe Grüße
Alexander
Re: Einbürgerungsurkunde suchen
Anna Liebert
, Montag, 15.10.2007, 21:21 (vor 6779 Tagen) @ Alexander Eng
Hallo Alexander,
Danke sehr!
Ich habe schon nach Deutsche Dienststelle per Post am 26.09.2007 den Brief gesendet.Weisst Du nicht wie lange muss man warten?
Ja,Bundesvervaltungsamt hat meinen Antrag abgelehnt.
Aber frueher wusste ich nicht ueber diese kollektive Naturalisierung
und das darf man Deutsche Staatsangehoerigkeit wieder bekommen.
Und ich hatte einen Antrag auf Spaetaussiedler.
Und ich habe in Antrag nicht geschrieben,dass mein Opa in
Reichskommissariat Ukraine lebte.(Aber ich habe geschrieben seine Geburtsort,und diese Geburtsort gehoert doch zum Reichskommissariat Ukraine)
Spaeter habe ich alles durch Internet erkennt.
Herzlieche Gruesse
Anna
Re: Einbürgerungsurkunde suchen
Alexander Eng
, Montag, 15.10.2007, 23:13 (vor 6779 Tagen) @ Anna Liebert
Hallo Anna,
wie schnell die Deutsche Dienststelle die Anfragen bearbeitet kann ich nicht sagen.
Ich weiß auch nicht, ob das Bundesverwaltungsamt diese kollektive Naturalisierung anerkennt, weil meistens fehlt der Beweis über die Eintragung in die Deutsche Volksliste der Ukraine. Ich habe hier einen ähnlichen Fall gefunden, vielleicht hilft er dir: Urteil vom 27.7.2006
Liebe Grüße
Alexander
Hallo Anna,
ich moechte die Adresse von Archiv in Warthegau finden.
Dort in Litzmannstadt wurde mein Opa Erwin Liebert eingebuergert.
Der Einbürgerungsantrag für Deinen Opa wurde zwar in einem Umsiedlerlager im Warthegau gestellt, die entsprechenden Unterlagen liegen aber trotzdem - wenn noch vorhanden - im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde. Du kannst dort zuerst per E-Mail nachfragen:
berlin@barch.bund.de
Viele Grüße von der deutsch/dänischen Grenze nach Sibirien.
Regina
--
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Re: BA Berlin Lichterfelde
Anna Liebert
, Sonntag, 14.10.2007, 18:19 (vor 6781 Tagen) @ Regina Steffensen
Hallo Regina,
Ich habe geschrieben auf die Adresse: Finckensteinallee 63,
12175, Berlin. Ich habe die Antwort bekommen von BA -Postfach
450569 - 12175 Berlin.Ist Archiv Berlin Lichterfelde oder andere?
Und dort leider Einbürgerungsurkunde nicht gefunden.
Wo kann ich weiter suchen?
Liebes Dank fuer die Hilfe und fuer die Gruesse von der deutsch/dänischen Grenze.
Ich war dort im 2003. Von Berlin nach Kobenhaven reiste ich.Die Meerjungfrau war sehr schoen.
Herzlieche Gruesse von Sibirien.
Anna
