Rinas Rienas Renas

Horst Kensche @, Dienstag, 23.02.2016, 12:52 (vor 3772 Tagen)

Hallo liebe Leute. Ich bin im Moment auch meinen Ahnen auf der Spur und hoffe, dass ich hier am richtigen Ort bin.
Mein Großvater war Horst Günther Kensche und sein Vater ein Ernst Rienas. Mein Großvater wurde unehelich geboren und trägt darum den Nachnahmen meiner Urgroßmutter. Ich weiß, dass er in Berlin gelebt hat und Bäcker war und früh an einer Lungenkrankheit gestorben ist.

Ich konnte in den St. Ptersburgern Archiven einen Ernst Rienas finden der am 02.07.1878 in Zhitomir (Shitomir) geboren wurde. Seine Eltern waren Samuel Rienas (geb. 10.08.1836) sowie Marianne Winter (Hochtzeit 26.09.1880 Zhitomir). Er hatte mindestnes zwei Brüder , Theodor ( geb. 08.12.1884) und Gustav (geb. 23.11.1881).

Ich würde mich freuen falls jemand irgendwelche Information zu Ernst, seinen Brüdern oder zu den Eltern von Samuel Rienas haben würde.

Vielen Dank im Voraus ich freue mich über alle Hinweise.

Viele Grüße

Re: Rinas Rienas Renas

Ansgar Mantey, Dienstag, 23.02.2016, 13:58 (vor 3772 Tagen) @ Horst Kensche

Hallo Horst

Aus der Datenbank der SGGEE:


Rienas Ernst * 2 Jul 1879 Derno ZHI
Samuel Marianna Winter 1897588-2/1880 191 979

seine Brüder :

Rienas Gustav * 23 Nov 1881 Segenthal aka Bogoljubowka ZHI
Samuel Marianna Winter 1895614-3/1883 424 334

Rienas Theodor * 8Dec 1884 Zhitomir Parish ZHI
Samuel Marianna Winter

mfg

Ansgar

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Re: FN KENSCHE, RINAS

Irene König ⌂ @, Mittwoch, 24.02.2016, 01:07 (vor 3771 Tagen) @ Horst Kensche

Hallo Horst,

im Moment sehe ich keinen Ansatz, wo du mit deiner Suche beginnen kannst, aber du hast auch fast keine Angaben zu deinem Großvater und seiner Mutter gemacht. Mir fehlt vor allem auch der Zusammenhang zu Wolhynien, denn du schreibst nur, daß dein Großvater irgendwann in Berlin gelebt hat.
- Wie hieß deine Urgroßmutter?
- Wann und wo wurde sie geboren?
- Wann und wo wurde dein Großvater geboren?
- Wann ist er nach Deutschland umgesiedelt?

Auch hast du nicht geschrieben, worauf dein Wissen beruht, daß der Vater deines Großvaters Ernst RIENAS hieß. Welche Dokumente liegen dir vor?

Gruß, Irene

Re: FN KENSCHE, RINAS

Horst Kensche @, Donnerstag, 25.02.2016, 13:50 (vor 3770 Tagen) @ Irene König

Vielen Dank erstmal für eure Antworten.
Gern kann ich noch weitere Infos geben soweit ich sie habe.
Meine Urgroßmutter hieß Getrud Kensche geb. 1904 in Klötze. Mein Großvater wurde 1927 in Berlin Neuköln geboren. Die Generation meiner Urgroßmutter war die erste die wieder in Deutschland lebte davor haben meine Vorfahren in Schitomir gelebt (zwischen 1800 und 1890). Ich bin darum davon aus gegangen, dass sich die Familien Kensche und Rienas bereits kannten. Außerdem weiß ich, das Ernst Rienas eigentlich mit einer Frau Kautschke verlobt war diese aber dann nicht geheiratet hat, als herauskam , dass er ein Verhältnis mit Getrud Kensche hatte.

Vielen Dank für alle weiteren Infos.

Viele Grüße

Kensche

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Re: FN KENSCHE, RINAS

Irene König ⌂ @, Freitag, 26.02.2016, 18:31 (vor 3769 Tagen) @ Horst Kensche

davor haben meine Vorfahren in Schitomir gelebt (zwischen 1800 und 1890)

Hallo Horst,

in den wolhynischen Kirchenbüchern finde ich auf die Schnelle nur eine Familie KENSCHE, nachweisbar in Wolhynien ab 1872. Sie lebte in Heimthal, die Kinder Hermann Friedrich, Karl Heinrich, Maria Ottilie und Paul Oskar wurden dort getauft. Sind das deine Vorfahren? Welche Belege hast du, dass sie bereits ab 1800 in Wolhynien gelebt haben - was eher ungewöhnlich wäre - oder ist das nur eine mündliche Überlieferung in deiner Familie?

Die von dir genannte Familie RIENAS mit den Söhnen Ernst, Gustav und Theodor lebte zunächst, wenn man von den Geburtseinträgen ausgeht, westlich von Rowno und zog dann in die Gegend westlich von Nowograd Wolynsk, grob gesagt. Sie hat bis 1885 NICHT in Heimthal gelebt, danach läßt sich nichts nachweisen, weil die Kirchenbücher fehlen. Daß diese Familie vor 1927 nach Deutschland umgesiedelt ist, hast du sicher nicht belegt, oder?

Ernst Rienas ... Seine Eltern waren Samuel Rienas (geb. 10.08.1836) sowie Marianne Winter (Hochtzeit 26.09.1880 Zhitomir).

Das mit der Hochzeit stimmt nicht. Im Index steht "Bride Given Name Illegible" und du hast da einfach Marianne eingesetzt. Ich habe den Originaleintrag vorliegen: die Braut hieß Julianna Winter, das ist also ein anderes Paar.

In der Familienforschung sollte man nichts konstruieren, weil es passen könnte, ansonsten gerät man schnell auf eine falsche Spur. Man geht von dem aus, was bekannt ist und was man mit Urkunden belegen kann.

Dieser Ernst RIENAS, den du da gefunden hast, passt in meinen Augen schon mal nicht ins Gesamtbild: er wäre 26 Jahre älter als deine Urgroßmutter und bei der Geburt deines Großvaters ein 49jähriger verlobter Mann :no: ? Aber selbst, wenn es "passen" würde, wie ich schon gerade schrieb, so funktioniert Familienforschung nicht.

Als ich, am Beginn meiner Familienforschung, nach der Geburt meines Großvaters Emil KOPETZKI suchte, war ich ganz begeistert, ihn im Kirchenbuch von 1885 zu finden. Ich nahm automatisch an, daß es der richtige ist - so ein seltener Name! Aber mir fehlt der Heiratseintrag meiner Großeltern, um ihn sicher zuzuordnen, denn dort müßten die Namen seiner Eltern drinstehen. Inzwischen weiß ich, daß er es NICHT ist, es lebten zur gleichen Zeit 3 Emil KOPETZKI in der gleichen Gegend, zwei davon sogar im selben Ort, und ich bin immer noch nicht weiter...

Ob du jemals herausfinden wirst, wer der Vater deines Großvaters war, weiß ich nicht, aber du mußt mit deiner Suche definitiv in Deutschland beginnen, nicht in Wolhynien. Hast du bereits ALLE Urkunden (samt Beiakten) gesichtet, die deinen Großvater betreffen: Sterbe-, Heirats- und Geburtsurkunde? Vielleicht hast du ja Glück, daß es irgendwo einen eindeutig Hinweis auf seinen Vater gibt. Alles andere wären Mutmaßungen.

Gruß, Irene

PS: Wann kam die Familie KENSCHE nach Deutschland? Du kannst nach Einbürgerungsakten für die Familie suchen, um die Familiengeschichte besser zu belegen. Zwischen der Ankunft in Deutschland und der Einbürgerung vergingen aber oft Jahre, man sollte darum immer über einen größeren Zeitraum suchen (lassen). Stefan Rückling gab den Hinweis, daß im Geheimen Staatsarchiv Berlin Rückwanderer in einer (unvollständigen) Datenbank indexiert sind, dort könntest du mit deiner Suche beginnen.

Re: FN KENSCHE, RINAS

Horst Kensche @, Freitag, 26.02.2016, 18:49 (vor 3769 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Die Familie Kensche die du gefunden hast ist die von mir. Habe Großmütterlicherseits meinen Ahnen bis nach 1736 zurückverfolgen können. Bzw. Das hat bereits ein verwandter erledigt. :)

Danke für die Info zum Ehepaar Rienas. Dann weiß ich jetzt wenigstens, dass ich dort falsch bin.
Ich weiß , dass bisher viel konstruiert ist aber mir bleibt leider keine andere Wahl, da mir nicht viele Infos zu meinem Urgroßvater vorliegen und ich einfach jede Spürt verfolgen möchte die mir bleibt. Aber danke für deinen Rat ich werde das zukünftig immer im hinterkopf haben, dass nicht jede Spur zum ziel führt.

Ich habe zwar alle Dokumente meines Großvaters aber leider ohne Anhaltspunkt auf seinen Vater. Das einzige was ich weiß habe ich leider schon geschrieben. Er müsste 1926 in Berlin gelebt haben da meine Urgroßmutter ihn dort kennengelernt hat. Dann weiß ich halt nur noch, dass Ernst Rienas an einer Lungenkrankheit gestorben ist. Ich hoffe ich komme da irgendwie weiter.


Viele Grüße

Horst

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Re: FN KENSCHE, RINAS

Irene König ⌂ @, Samstag, 27.02.2016, 12:50 (vor 3768 Tagen) @ Horst Kensche

Hallo Horst,

du könntest zwar danach suchen, ob eine Familie RINAS aus Wolhynien zeitnah mit deinen KENSCHEs eingebürgert wurde. Aber, selbst wenn diese einen Sohn Ernst hatten - wie willst du nachweisen, daß genau dieser Mann der richtige ist? Schwierig bis unmöglich :gruebel: Viel Glück trotzdem bei der Suche, vielleicht hilft ja der Zufall weiter.

Die Familie KENSCHE muß demnach Papiere mit sich geführt haben, als sie nach Deutschland kamen, denn aus den Kirchenbüchern geht nichts über die vorherigen Generationen hervor oder woher sie kamen. Das ist ein seltener Glücksfall. Kannst du hier bitte noch ein paar Eckdaten posten zur Familie KENSCHE vor 1872? Das hilft villeicht mal jemandem weiter, dessen Familie aus der gleichen "Ecke" kam, denn oft gab es ja ganze Gruppen von Familien, die zusammen emigriert sind.

Gruß, Irene

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