Oblast Rowno und Kostopol
Bei meiner suche nach Karten Material über Wolhynien bin ich auf folgende Seite gestoßen:http://wolyn.ovh.org/ Es kann jede einzelne Oblast angeklickt werden und die Karte öffnet sich.
Kann mir jemand sagen wo die Ortschaften Pavluvka und Mitzk (bei den Schreibweisen bin ich mir nicht sicher)liegen oder gewesen sind?
Ich plane eine Radtour in diese Gegen und bin über jede Information dankbar.
Auch über Kartenmateril über diese beiden Oblasten.
Re: Oblast Rowno und Kostopol
Moin Lutz,
Kann mir jemand sagen wo die Ortschaften ... Mitzk ... liegen oder gewesen sind?
Im GOV findest Du Малий Мидськ (Malyj Midsk) und Великий Мидськ (Welikij Midsk). Auf der rechten Seite kannst Du zwischen 4 Kartenanbietern wählen. Ich favorisiere MapQuest.
Pavluvka ...
Diesen Ort konnte ich im GOV unter Kostopol nicht finden. Hast Du weitere Hinweise, wo der Ort gelegen haben kann?
Ich plane eine Radtour in diese Gegen und bin über jede Information dankbar.
Eine schöne Gegend zum Fahrradfahren.
Mein Tip: quartiere Dich in Rowno ein. Hier hast Du die meisten Einkaufs- und Quartiermöglichkeiten. Mit den Nahverkehrsmitteln kannst Du zu Deinen Startpunkten gelangen. Für eine Heimfahrt würde ich mich nicht auf einen Bus o.ä. verlassen wollen.
Auch über Kartenmateril über diese beiden Oblasten.
Beide Orte liegen in der Oblast Rowno. Kartenanbieter in Deutschland kann ich Dir keinen empfehlen. Die wenigen im Netz haben auch stolze Preise. Kauf Dir die gewünschten Karten bei Deiner Ankunft in der Ukraine. Im vergangenen Jahr kostete folg. Karte:
Рівненська область
Політико-Адміністративна Карта - офіційне видання 1:250 000 - ДНВП «Картографія» 2007 р. - Розмір: 84х96 см. - ISBN 978-966-475-096-4 - ДНВП «Картографія» вул. Попудренка 54 м. Київ-94 МСП-660 02660 [Webseite: www.ukrmap.com.ua]
... in einem normalen Buchladen in Rowno 11 Griwna. Dies sind umgerechnet etwa 1 Euro.
gerhard
Re: Oblast Rowno und Kostopol
Moin Lutz,
aus dem Jahr 2007 kann ich Dir einen Touristenführer empfehlen:
Rivne region tourist - Guide book
geschrieben in ukrainischer und englischer Sprache mit Karten- und Bildmaterial, Zugverbindungen ab Rivne usw., Farbdruck, ca. 380 Seiten im Taschenformat, Kiew 2007; ISBN 966-8352-18-1
gerhard
Re: Ortssuche Pavluvka
Hallo Lutz,
Kann mir jemand sagen wo die Ortschaften Pavluvka .........
(bei den Schreibweisen bin ich mir nicht sicher)liegen oder gewesen sind?
Auf der Lück-Karte im Quadrat E4 (südwestlich von Kostopol u. westlich von Aleksandrja) liegt ein Ort mit dem Namen Pawlowka.
Welche Familie suchst Du im Bereich um Kostopol ?
Regina
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Re: welche Familie suche ich
Hallo Regina,
ersteinmal danke für die Informationen,
Meine Idee ist (wie schon geschrieben) eine Radtour in siese Gegend zu machen.
Pavluvka ist der Geburtsort meines Großvaters Adam Baumann geb.:03.03.1907
uns Mitzk ist der Geburtsort meiner Großmutter Olga Baumann geb.Jachmann am 08.04.1915. Vater Heinrich Jachmann.
Die Großeltern mußten mit dem ersten Treck in den Warhtegau 1939 Wolhynien verlassen.Wo 1944 meine Mutter geboren wurde
Das sind ersteinmal alle Informationen die ich habe weiter unf korekturen folgen gerne.Muß noch mal mit meiner Mutter sprechen.Welche informationen werden noch benötigt?
Viele Grüße
Lutz
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo Gerhard,
ersteinmal danke für die Tips und Informationen.Ich denke das ich in den nächsten Monaten noch einige Fragen haben werde.Wie zb. diese beiden.
Beim durchstöbern des Internets habe ich gelesen das die ev.Kirche in Kostopol 1936 nieder gebrand ist wurde sie wieder aufgebaut und wo?
2006 wurde in diesem Forum mal ein Buch vorgestellt:Tagebuch vomTreck der Wolhyniendeutschen"
Autor: Lothar von Seltmann
erschienen 1941 im Voggenreiter Verlag Potsdam.Schon mal davon etwas gehört?
und vieleicht eine Idee ob es noch käuflich zu erwerben ist?
noch mals Danke schön und
Viele Grüße
Lutz
Re: welche Familie suche ich
Hallo Lutz,
Meine Idee ist (wie schon geschrieben) eine Radtour in siese Gegend zu machen.
dann sind wir jetzt schon auf Deinen Reisebericht gespannt !
Welche informationen werden noch benötigt?
Sind die Geburtsangaben für Deine Großeltern mündlich überliefert ? Oder hast Du Dokumente, die noch in Wolhynien ausgestellt wurden ? Damit fällt die genaue Bestimmung der Geburtsorte meistens leichter.
Die Großeltern mußten mit dem ersten Treck in den Warhtegau
1939 Wolhynien verlassen.Wo 1944 meine Mutter geboren wurde
Dann müßte auch eine Einbürgerung beantragt worden sein. Hast Du schon im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde nach der Einbürgerungsakte gefragt ? Die enthält viele Angaben über Familie und Vorfahren. Im Bundesarchiv Koblenz kannst Du Dich auch noch nach den "Sippenkundlichen Fragebögen von Umsiedlern aus Wolhynien" und den "Stammblättern für Umsiedler aus Polen" erkundigen, beides sehr informativ. Näheres hierzu in unserem Leitfaden.
Regina
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Re: Buch Tagebuch vom Treck der Wolhyniendeutschen
Hallo Lutz,
ich bin im Besitz dieses Buches. Es handelt sich hierbei um ein Buch, das für die Propaganda der damaligen Zeit benutzt wurde. Wieviel von den Einzelheiten davon wahr ist kann ich nicht beurteilen.
Mein Exemplar habe ich bei Ebay gekauft.
Wenn Du Fragen zu dem Buch hast, dann schreibe mir bitte entweder hier über das Foum oder per Klick auf den Briefumschlag rechts neben meinem Namen.
Viele Grüße
Michael
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Suche alles über Grohn/Groon/Gron und der Kolonie Wladin
http://www.ahnenforschung-grohn.de
Re: Steht die Kirche noch?
Beim durchstöbern des Internets habe ich gelesen das die ev. Kirche in Kostopol 1936 nieder gebrand ist wurde sie wieder aufgebaut und wo?
Moin Lutz,
nein, die Kirche existiert nicht mehr. Im Jahr 1939 wurde das neue Pfarrhaus fertiggestellt.
Die Bilder dazu findest Du in unserer Galerie. Gehe auf das Bild "Bahngleise" ... in dieser Richtung fahren die Züge in Richtung Deutschland, rechts ist das Bahnhofsgebäude zu sehen und links befindet sich das Gelände der ehemaligen Kolonie Kostopol.
Leider fehlte unserer Reisegruppe die Zeit nach dem Pfarrhaus zu suchen. Vielleicht hast Du mehr Glück und kannst uns ein aktuelleres Foto mitbringen?
gerhard
Re: Steht die Kirche noch?
... habe ich gelesen das die ev. Kirche in Kostopol 1936 nieder gebrand ist ...
Hallo Lutz,
vor ein paar Tagen habe ich diese Textstelle nur "überflogen". Heute wurde ich dazu direkt befragt. Bist Du Dir bei der Jahreszahl sicher? Im Wolhynischen Volkskalender von 1938 wird noch von der prächtigen Kirche in Kostopol geschrieben.
Kannst Du Dich erinnern, wo Du den oben zitierten Text im Internet gefunden hast?
gerhard
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo Gerhardt,
natürlich bin ich mir nicht sicher.Gefunden hatte ich es hier im Forum (bin ich der Meinung).Aber dieser Eintrag liegt auch schon einige Jahre zurück.Wenn ich den Eintrag gefunden habe werde ich ihn noch mal nachreichen.
Momentan bin ich dabei alte Fakten und Infromationen mit dem heitigen zu vergleichen. gibtes vielleicht eine Adresse/Straßennamen von dieser Kirche?
Meine Großeltern haben in dieser Kirche geheiratet.Und dies ist für mich ein schöner Grund disen Ort / platz auf zu suchen.
Liebe Grüße und dankbar für jede Info
Lutz
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo Gerhard,
ich habe meinen Nachtrag gefunden.Ich kopirein einfach mal hier rein:"Re: Land- und Postkarten
verfasst von Carlos Hennig, 04.10.2005, 14:22
Als Antwort auf: Land- und Postkarten von Irene Kopetzke am 01. Oktober 2005 11:54:24:
Ich habe mich mal diese post karten angeschaut, das ist ja was wunderbaren memorian, aber eine frage, es sind karten von etliche orten, Rivne, wo meine opa ist geboren, aber dieser andre ort
name wolyn, solte das wolhynien bedoiten?
und auch machte kein bild sein, irgent wo von Mitzk sein, oder von die evan kirche? ich meine das du geschrieben hast das sie verbrant ist in 1936.
Ein gruss Carlos".
Und ich habe gesehen das Du dich auch mal mit Carlos geschrieben hast.
Lutz
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo Gerhard,
nach langer Zeit muß ich Dich wegen der Kostopoler Kirche kontaktieren.
Dr. Zerbe machte mich vor einigen Tagen auf die Bilder der Kirche in der "Galerie" aufmerksam. Mit Erstaunen las ich vom Brand des Turmes und sogar vom vollständigen Verlust der Kirche.
Nun, mein Vater sprach nie von einem Brand und schrieb auch nichts darüber.
Er läßt sich in Einzelheiten über alles mögliche aus, sogar z.B. über einen Kredit für Kirchen- und Hausbau, über Gemeindeglieder u.a., da hätte er einen Brand bestimmt nicht vergessen.
Die Kostopoler Kirche wurde während der Tucziner Zeit Krusches (neben den Kirchen in Topcza und Horodyczcze)gebaut. In der Kostopoler Kirche wurde ich 1938 von Pastor Sikora getauft. Also stand sie noch, wie ja auch das Bild von 1939 beweist.
Wenn ich auch die beiden Bilder vergleiche, so haben die Kirchen Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede, die auf zwei verschiedene Bauwerke hinweisen.
Mit freundlichem Gruß
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo Lutz,
danke für Deine Rückmeldung. Dieser alte Beitrag stammt von Carlos aus Brasilien. Zu der Zeit lernte er gerade unser Forum kennen ...
Da scheint er etwas verwechselt zu haben, daher auch seine Frage. Bei Eduard KNEIFEL habe ich nochmal nachgelesen. Er schreibt vom Bethaus im Kantorat Mitzk, daß 1936 abgebrannt ist.
Das Kantorat Mitzk gehörte zu dieser Zeit zum neugegründeten Kirchspiel Kostopol.
gibt es vielleicht eine Adresse/Straßennamen von dieser Kirche?
Eine Adresse kann ich Dir nicht sagen, aber die ungefähre Lage beschreiben. Im VolynWiki findest Du eine Seite zu Kostopol. Auf dem Kartenausschnitt aus dem Jahr 1918 siehst Du die Lage der ehemaligen Kolonie. An dieser Straße westseitig von der Bahnstrecke soll auch die Kirche und das Pfarrhaus gestanden haben.
gerhard
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo Harald,
auch Dir danke für die Rückmeldung. Beruflich bin z.Z. etwas eingespannt. Deine Email hat mich die letzten 2 Tage beschäftigt.
die Bilder der Kirche in der "Galerie" ...
Bei allen 3 Bildern bin ich mir lt. den vorliegenden Quellen sicher, daß es sich um den gleichen Ort und die gleiche Kirche handelt.
Mit Erstaunen las ich vom Brand des Turmes und sogar vom vollständigen Verlust der Kirche.
Die Holzkirche steht heute nicht mehr. Das Pfarrhaus wurde aus Stein gebaut und könnte eventuell heute noch stehen und zu erkennen sein. Dazu müßte man sich den Straßenzug der ehemaligen Kolonie Kostopol vor Ort ansehen.
Weißt Du noch aus der Erinnerung, ob die Kirche sich gleich hinter dem Bahnübergang oder am Westende der Straße sich befand?
Nun, mein Vater sprach nie von einem Brand und schrieb auch nichts darüber.
Es gab in den Jahren 1936-39 mehrere Artikel, wo von Brandstiftungen in Kostopol und Umgebung geschrieben wurde. In keinem wird aber konkret die luth. Kirche genannt.
Leider fehlen mir für das 1939 und später die nötigen Quellen. Die letzte Ausgabe vom Wolhynischen Volkskalender war im Jahr 1938. So habe ich die Bildunterschrift in der Gallerie korrigiert.
Bei den 2 bekannten Veröffentlichungen von Hugo Karl SCHMIDT (1992) und Eduard KNEIFEL (1971) wird die Geschichte des Kirchspiels Kostopol beschrieben. Beide loben das Aufbauwerk und den wunderbaren Kirchbau, aber keiner schreibt etwas von einem fehlenden Kirchturm im Jahr 1939.
An dieser Stelle grüble ich noch immer.
gerhard
Re: Steht die Kirche noch?
Hallo, Gerhard -
ich weiß leider nicht, wo Kirche und Pfarrhaus standen.
Ich habe heute mal mit Hilfe von Google Earth versucht, mich im Gelände westlich des Bahnhofs von Kostopol zu orientieren und habe Fabrikgelände u.a. gefunden, aber leider nichts, was auf den gesuchten Standort hinweisen könnte. Leider ist auch die Auflösung der Satellitenbilder der dortigen Gegend dürftig.
In einem Telefongespräch mit Dr. Zerbe hat er mir seine Version der "Kirchengeschichte" mitgeteilt. Sie erscheint mir einleuchtend und bis zum Beweis anderer Tatsachen sollte man dies vielleicht zunächst als gegeben hinnehmen.
Mit freundlichem Gruß
Harald F u h r
