Ahnenforschung

Bernd Gabert @, Freitag, 05.08.2022, 15:48 (vor 12 Tagen)

Guten Tag

Ich bin auf der Suche bzgl. der Herkunft meines Großvaters.
Angeblich wurde mein Großvater 1899 in Andreev / Bezirk Shytomir geboren.
Wo finde ich vom Großvater die Geburtsurkunde?

Soweit ich weiß, ist der Großvater bereits 1941, nach Einmarsch der Wehrmacht, deportiert worden und dann verstorben!
Er war definitiv Deutscher.

Bin im Moment etwas überfordert wo ich starten könnte. Im Zuge des 1.- und 2. WK ist sicherlich vieles verloren gegangen!

Vielen Dank für hilfreiche Informationen und Hinweise.

Beste Grüße
B. G a b e r t

Ahnenforschung

Ansgar Mantey, Freitag, 05.08.2022, 17:14 (vor 12 Tagen) @ Bernd Gabert

Hallo Bernd

Wie heißt denn dein Großvater ???

Für das Jahr 1899 und davor gibt es keine Kirchenbücher.:-( :-(
siehe KB Shitomir
Vielleicht gibt es einen Nachtrag in 1900, da diese KBs von der SGGEE indexiert wurden.

MfG

Ansgar

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Ahnenforschung

Bernd Gabert @, Samstag, 06.08.2022, 20:50 (vor 11 Tagen) @ Ansgar Mantey

Lieber Ansgar

mein Großvater hieß: Albert Gabert, geb. 27. März 1899, Andreev,Bezirk Shitomir.

Ich habe den Link folgend ein Kirchenbuch aus dem Jahre 1900 für Shitomir
gefunden.
Dort sind auch Jahrgänge von 1899 verzeichnet..?

Leider kann ich kein Russisch....

Was steht in dem KB drin?

Beste Grüße
Bernd

Ahnenforschung Gabert

Ansgar Mantey, Samstag, 06.08.2022, 21:29 (vor 11 Tagen) @ Bernd Gabert

Hallo Bernd

Die SGGEE hat die Kirchenbücher aus dem Archiv in Shitomir abgeschrieben.
Diesen Index können nur SGGEE-Mitglieder in der vereinsinternen Datenbank Volhynian Archives Indexes - 1900-1918.
Ich habe darauf keinen Zugriff.
Dort würde vielleicht die Möglichkeit bestehen, dass einzelne Nachträge aus dem Jahr 1899 zu finden sein könnten.

Ich habe den Link folgend ein Kirchenbuch aus dem Jahre 1900 für Shitomir
gefunden. Dort sind auch Jahrgänge von 1899 verzeichnet..?

Ich nehme an Du hast das Geburtsregister geöffnet. Inwieweit dort Nachträge aus 1899 zu finden sind entzieht sich mangelns Sprachkenntnissen meiner Kenntnis....

MfG

Ansgar

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Ahnenforschung

Mechthild Walsdorf ⌂ @, Sonntag, 07.08.2022, 00:38 (vor 11 Tagen) @ Bernd Gabert

Hallo Bernd,

der Link führt zu einem Registerband für das Kirchenbuch 1900, und enthält dementsprechend nur die Namen, Geburtsjahr, Ort der Registrierung und Nummer des Eintrags im Original-Kirchenbuch.
Soweit meine bescheidenen Buchstabierkenntnisse reichen, ist der gesuchte Name des Großvaters leider nicht bei den nachträglichen Eintragungen für 1899.
Es erscheint eine 1899 geborene Anna Gabert # 387 (Vater: Karl), die in der Kolonie Elisabethort lebte. Mit dem Geburtsjahr 1900 sind genannt: Garbart, Johann # 1379 und Garbart, Gottlieb # 1380 aus Shitomir und Gabat, August # 1335 aus Michailowka. (Die Variation der Schreibweise kann aus der Eigenart des kyrillischen Schrift bzw. Aussprache abgeleitet werden.)

Die Suche wird also auf andere Quellen zu richten sein...

Beste Grüße
Mechthild

Ahnenforschung

Bernd Gabert @, Sonntag, 07.08.2022, 15:13 (vor 10 Tagen) @ Mechthild Walsdorf

Liebe Mechthild
Vielen Dank für Deine Bemühungen.

Mehr und mehr wird das Chaos sichtbar. Mein Großvater Albert Gabert gehörte offensichtlich zu den Wolhynien-Deutschen.
Erschwerend kommt hinzu, dass meine Großeltern Analphabeten waren!
Kann man sich nicht ausdenken...!
Jetzt versuche ich über meinen verstorbenen Vater, geb. 13. Feb. 1925 in Shitomir einen
Ansatzpunkt zu finden.
Name: Leonhard Gabert. Wobei der Vorname 100% nicht zur damaligen Zeit passt. Ich vermute, dass mein Vater ursprünglich, also bei seiner Geburt einen anderen Vornamen hatte. Das ist der Tatsache geschuldet, dass nach Einmarsch der Wehrmacht alle "Deutschen" in der Ukraine einen Arier-Nachweis vorweisen mussten.
Angeblich stammt meine Großmutter, geb. 1902 in Bischofswerder, aus Westpreußen und hieß mit Mädchenname Ida Rosenberg. Wir vermuten, dass sie vlt. jüdische Wurzeln hatte, allerdings konnte sie den Nazis einen "Christlichen Einsegnungsschein" als Beweis ihrer Herkunft vorlegen. Es könnte daher sein, dass ihre Kinder eher jüd./christl. Vornamen hatten, die dann im Zuge der "Ariesierung" geändert wurden!? Also mein Vater: Jonathan, Onkel: Assaf... etc. etc. ???
Mein Vater wurde 1942 von den Nazis rekrutiert und kam erst 1949 in der BRD an. Die Familie wurde durch den Krieg, Flucht u. Vertreibung komplett zerrissen. Die restliche Fam. fand sich erst in den 50ziger Jahren wieder, jedoch ohne Großvater und dem ältesten Bruder. Vermisst seit 1941.
Die Kinder meiner Großeltern wurden 1923, 1925, 1929 und 1930 geboren. 4 Jungen! Sämtliche Vorfahren, Väter, Onkel.... sind bereits verstorben. Aus Gesprächen sind mir namentlich die Orte Shitomir, Charkow, Tschernikow etc. bekannt. Ist noch unklar wie oft sie innerhalb der Ukraine umzogen? Mir ist auch bekannt, dass nach Einmarsch der Wehrmacht, Stalin alle "Deutschen" 1941/42 nach Sibirien deportierte. So auch meine Großmutter und ihr jüngster Sohn!
Mein Großvater wurde 1941 von der NKWD verhaftet und deportiert.

Leider finde ich kein Geburten- oder Registerbuch aus dem Jahre 1925. Es ist zum verrückt werden. Die Suche im Nirvana beginnt gerade.
Beste Grüße
Bernd

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