Ahnenforschung Henkel und Obuschenko

Gerhard Irtenkauf @, Burgstetten, Freitag, 03.01.2020, 16:35 (vor 261 Tagen)

Liebes Forum,


ich habe bereits vor vielen Jahren angefangen, meine Vorfahren mütterlicherseits nachzuforschen, musste aber beruflich zurückstecken. Ich bekam ein paar gute Informationen von Herrn König. Da ich jetzt in die Altersrente verabschiedet worden bin, habe ich die notwendige Zeit gefunden genauere Recherchen zu unternehmen.


Der Vater meiner Mutter, Ferdinand Henkel, ist wie auch seine Frau, Mathilde Henkel (geb. Obuschenko (Lubosch, Schuh, Buntschuh) bereits verstorben. Ihre Eltern waren schon während des Ersten Weltkriegs in Teilen der Ukraine und wurden zwangsumgesiedelt nach Wolhynien. Ihr erster Heimatort sollte Roschyschtsche gewesen sein. Hier wurde der älteste Sohn Heinrich geboren.
Nach einer nochmaligen Umsiedlung durch die Russen wurden sie nach Pelcza verlegt. Dort ist meine Mutter Sophie am 24.09.1933 geboren. Pelcza ist heute polnisch und trägt den Ortnamen Powtscha.


Ihr Vater soll angeblich Gutsbesitzer gewesen sein. Ich finde einen Ferdinand Henkel unter wolhynien.de als gewerblicher Hopfenbauer.

In 1939/1940 wurden sie in den Warthegau umgesiedelt.


Ich versuche nun, Unterlagen zu finden, die mir eindeutige Nachweis meiner Vorfahren erbringen. Vor allem bei Mathilde (Matrona) habe ich sehr viele Defizite. Würde gerne auch die Eltern von Ferdinand und Mathilde finden.


Ich fände es ganz toll, wenn ich ein paar Leuchttürmchen und Tipps erhalte. Kann ich über die Kirchenspiele fündig werden? Wünsche allen ein gesunden und friedliches Jahr 2020.

Beste Grüße
Gerhard Irtenkauf

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Admin: Link zur Anfrage 2004

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Ahnenforschung Henkel und Obuschenko

Regina Steffensen, Freitag, 03.01.2020, 23:03 (vor 260 Tagen) @ Gerhard Irtenkauf

Hallo Gerhard Irtenkauf,

In 1939/1940 wurden sie in den Warthegau umgesiedelt.

da Deine Vorfahren im Verlaufe des 2. Weltkrieges in den Warthegau umgesiedelt wurde, müßten sie auch von der EWZ (Einwandererzentrale) erfaßt worden sein. Wenn Du Glück hast, existiert im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde noch die Einbürgerungsakte und/oder der "Sippenkundliche Fragebogen von Umsiedlern aus Wolhynien" für Deine Familie. Von beiden Dokumenten kannst Du - wenn vorhanden - Kopien anfordern, denn sie enthalten sehr viele Informationen für Deine Familienforschung. Nähere Angaben hierzu, sowie Post- und Emailadresse des Archives findest Du in unserem Leitfaden:

https://leitfaden.wolhynien.de/index.html

Regina

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Ahnenforschung Henkel und Obuschenko

Gerhard Irtenkauf @, Burgstetten, Samstag, 04.01.2020, 10:47 (vor 260 Tagen) @ Regina Steffensen

Lieben Dank Regina,

an diesen Ansatz habe ich nicht gedacht. Melde mich wieder, wenn ich erfolgreich war.

Gerhard

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HENKEL oo OBUSZENKO

Irene König ⌂, Samstag, 04.01.2020, 14:09 (vor 260 Tagen) @ Gerhard Irtenkauf

Hallo Gerhard,

die Stammblätter dieser EWZ-Akten sind online einsehbar. Man benötigt dazu nur eine (kostenfreie) Registrierung bei FamilySearch. Den Rest der Akte bekommt man vom Bundesarchiv, wie Regina schon schrieb.

HENKEL, Ferdinand *14.07.1908 in Reczyszcze
https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3Q9M-CS5S-J324-R?i=26&cat=252070

HENKEL, Matrona geb. OBUSZENKO *15.03.1910 in Pełcza
https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3Q9M-CS5S-J3JC-G?i=25&cat=252070

Anhand des Heiratsdatums auf den Stammblättern habe ich den Heiratseintrag gefunden.
KB Lutzk evang.-luth. 1931/40 (Bräutigam evang.-lutherisch, Braut orthodox)
http://agadd2.home.net.pl/metrykalia/439/sygn.%20274/pages/1_439_0_0_274_0226.htm

...zwangsumgesiedelt nach Wolhynien...
Nach einer nochmaligen Umsiedlung durch die Russen...

Deine Beschreibung der Familiengeschichte HENKEL solltest du anhand der geschichtlichen Fakten überprüfen. Eine Zwangsumsiedlung gab es 1915/1916, aber nicht nach Wolhynien, sondern von Wolhynien weg in die Tiefen Russlands. Ab 1921 gehörte das Gebiet, in dem die HENKELs lebten, zu Polen - eine Umsiedlung "durch die Russen" kann zu dem Zeitpunkt also nicht stattgefunden haben.

Naheliegend wäre, dass das Paar HENKEL & OBUSZENKO sich nach der Heirat im Geburtsort der Braut ansiedelten, in Pełcza. Laut EWZ-Stammblatt wurden dort zwei Kinder geboren: 1933 Sophie, 1936 Heinrich.

Gruß, Irene

HENKEL oo OBUSZENKO

Gerhard Irtenkauf @, Burgstetten, Samstag, 04.01.2020, 14:56 (vor 260 Tagen) @ Irene König

Ganz lieben Dank, Irene,

meine Mutter ist bereits 86 Jahre und kann sich nicht mehr an Details erinnern. Wahrscheinlich hat sie bei ihren Schilderungen doch einiges unbeabsichtigt verwechselt. Während der Umsiedlung von Wolhynien nach dem Warthegau hat sie abscheuliche Dinge erlegt, die bis heute nicht richtig verarbeitet worden sind.

Herzlichst Gerhard

HENKEL aus Reczyszcze OBUSZENKO aus Pelcza

Ansgar Mantey, Samstag, 04.01.2020, 15:41 (vor 260 Tagen) @ Gerhard Irtenkauf
bearbeitet von Ansgar Mantey, Samstag, 04.01.2020, 15:51

Hallo Gerhard

HENKEL, Ferdinand *14.07.1908 in Reczyszcze

Reczyszcze gehörte im Jahr 1908 zum Kirchspiel Rowne. Das Kirchenbuch aus dem Jahr gilt als verloren. :-(
Übersicht der vorhandenen Kirchenbücher findest Du hier.

Gleiches gilt auch für HENKEL, Matrona geb. OBUSZENKO *15.03.1910 in Pełcza

MfG

Ansgar

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OBUSZENKO aus Pelcza

Irene König ⌂, Montag, 06.01.2020, 11:31 (vor 258 Tagen) @ Ansgar Mantey

Gleiches gilt auch für HENKEL, Matrona geb. OBUSZENKO *15.03.1910 in Pełcza

Hallo Ansgar,

da Matrona OBUSZENKO in der orthodoxen Kirche getauft wurde, könnten durchaus Kirchenbücher im Archiv Rivne vorhanden sein.

Gruß, Irene

Ahnenforschung Henkel und Obuschenko

Gerhard Irtenkauf @, Burgstetten, Samstag, 04.01.2020, 16:27 (vor 260 Tagen) @ Gerhard Irtenkauf

Liebes Forum,

herzlichen Dank für eure Tipps und Hinweise. Ich habe nun den Einstieg in meine weitere Arbeit und benötige derzeit keine Hilfe. Sollte ich während meiner Recherchen auf Dinge stoßen, die dem Forum dienlich sind, werde ich mein Wissen bereitstellen.

Nochmals vielen Dank - Gerhard

Henkel

Engelbert Reese @, Rosenberg, Montag, 06.01.2020, 22:24 (vor 257 Tagen) @ Gerhard Irtenkauf

Mein Onkel hieß Reinhold Henkel und lebte bis 1939 auch in Wolhynien, Nähe Lutzk. Vielleicht gibt es da eine Verbindung?

Henkel Reinhold

Gerhard Irtenkauf @, Burgstetten, Dienstag, 07.01.2020, 11:55 (vor 257 Tagen) @ Engelbert Reese

Hallo Engelbert,

es gibt tatsächlich einen Reinhold in der Familie Ferdinand Henkel. Reinhold ist aber bereits nach dem 2. Weltkrieg in der Nähe von Naumburg/Saale geboren und lebt heute noch. Er ist das 3. Kind der Familie.

Liebe Grüße
Gerhard

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