Fam. Sonntag Zytomierz

Bastian Sonntag @, Sonntag, 13.01.2019, 19:50 (vor 37 Tagen)

Hallo zusammen,

bin neu hier im Forum und auch auf dem Gebiet der Ahnenforschung.
Mein Uropa Ludwig Sonntag ist am 15.05.1904 in Trojanow Krs. Zytomierz geboren.
Laut Familienbuchabschrift ist der einzige Nachweis eine Bescheinigung der Kirche Zytomierz.
Er hat am 25.03.1933, dann allerdings schon in Arnsdorf Krs. Strehlen (Schlesien) seine Frau Martha Helene Bönisch, geboren am 15.09.1911 in Märzdorf, geheiratet.

Die Eltern meines Uropas waren Eduard Sonntag und Emilie Sonntag geborene Ragno.(keine weiteren Informationen vorhanden.

Die Eltern von Martha Helene Bönisch sind Karl Bönisch und Hedwig Bönisch geborene Menzel.

Das sind bisher alle Informationen die ich von diesen Generationen habe.
Habe das Standesamt angeschrieben welches auch die Abschrift aus dem Familienbuch erstellt hat und weitere Informationen wie Geburtsurkunden, Heiratsurkunden sowie Sterbeurkunden angefragt. Nach der Bescheinigung der Kirche Sytomierz habe ich natürlich auch gefragt.
Alles als unbeglaubigte Kopien inklusive Randvermerke. Bin gespannt ob und was da kommt.

Habe ein Adressbuch von Strehlen angefragt in welchem der Name Sonntag 7x vorhanden sein soll um den Wohnort in Strehlen herauszubekommen, würd dort gern mal hinfahren.

Bezüglich Zytomierz habe ich in der Odessa Datenbank gesucht aber keinen der genannten Personen gefunden.
Nun weiß ich ersteinmal nicht so recht weiter.
Kann mir hier vielleicht jemand helfen?

Vielen Dank im Voraus,
Bastian Sonntag

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FN SONNTAG, RAGNO (Rangnau u.ä.)

Irene König ⌂, Montag, 14.01.2019, 13:10 (vor 37 Tagen) @ Bastian Sonntag

Hallo Bastian,:welcome:
willkommen im Wolhynien-Forum. Bei allem, was Schlesien betrifft und die Familie deiner Urgroßmutter Martha Helene BÖNISCH, können wir hier natürlich nicht helfen, da musst du dich an dafür spezialisierte Foren oder Mailinglisten wenden. Aber auch für deine Vorfahren SONNTAG aus Wolhynien wird es schwierig werden, etwas konkretes zu finden.

In der Odessa-Datenbank konntest du deshalb nicht fündig werden, weil deine Daten zu jung sind. Von Ost-Wolhynien, wo dein Urgroßvater geboren wurde, sind in der Datenbank nur Kirchenbucheinträge bis 1885 erfaßt worden. Die Kirchenbücher von 1886 bis 1899 fehlen ganz, bitte sieh dir die Aufstellung zu den vorhandenen Kirchenbüchern des Kirchspiels Shitomir auf unserer Webseite an.
https://wolhynien.de/records/Shitomir.htm

Jüngere Kirchenbücher ab 1900 liegen im Archiv Shitomir, diese wurden indexiert und man kann die Daten im Mitgliederbereich der SGGEE einsehen. Dort finde ich den Geburtseintrag deines Urgroßvaters Ludwig, den du ja schon kennst, sowie zwei weitere Kinder, für eines gibt es einen Sterbeeintrag. Natürlich keinen Heiratseintrag für Eduard SONNTAG und Emilie RAGNO, denn die Bücher vor 1904 fehlen.

Evtl. kann man die Herkunft von Eduard SONNTAG trotzdem rekonstruieren anhand von Verwandten, die im gleichen Ort gelebt haben. Aber das vielleicht später, denn du solltest erst in der jüngeren Vergangenheit forschen. Ludwig SONNTAG ist von Wolhynien (Russland) nach Schlesien umgesiedelt und hat dort sicher einen Antrag auf Einbürgerung gestellt. Möglicherweise waren seine Eltern oder ein Elternteil und evtl. auch Geschwister mit dabei. Hat jemand in der Familie seine Einbürgerungsurkunde? Das solltest du abklären.

Gruß, Irene

FN SONNTAG, RAGNO (Rangnau u.ä.)

Bastian Sonntag @, Montag, 14.01.2019, 15:05 (vor 37 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Bezüglich Schlesien suche ich tatsächlich auch an anderen Stellen, wollte hier aber ein möglichst Komplettes Bild zeichnen.

Mir war nicht bekannt, dass mein Urgroßvater Ludwig Sonntag Geschwister hatte, das wäre schon wieder ein Pusselteil mehr.
Habe mich bei SGGEE angemeldet, wie es dort heißt kann es wohl aber 3 bis 4 Wochen dauern bis ich eine Bestätigung bekomme. Hoffe es geht schneller.

Eine Einbürgerungsurkunde habe ich / wir nicht.
Wüsste gern wann meine Familie Umgesiedelt ist und warum aber das ergibt sich dann bestimmt.
Wo kann ich nach Einbürgerungsurkunden suchen?

Gruß,
Bastian

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Einbürgerung (Schlesien)

Irene König ⌂, Dienstag, 15.01.2019, 22:59 (vor 35 Tagen) @ Bastian Sonntag

Hallo Bastian,

die SGGEE benötigt 3 bis 4 Wochen, um ein neues Mitglied zu registrieren? Nicht dein Ernst :fragen: Das sollte doch wirklich schneller gehen?! Oder hast du den Mitgliedsbeitrag mit der Schneckenpost hingeschickt...

Ob Geschwister deines Urgroßvaters das Erwachsenenalter erreicht haben, ist nicht bekannt. Auch nicht bekannt ist, wann deine Vorfahren Wolhynien verlassen haben. Das macht es natürlich besonders schwer, nach der Einbürgerung zu suchen, weil der Zeitraum so unklar ist: ob vor dem Ersten Weltkrieg oder nach der Rückkehr aus der Verbannung oder mit Hilfe des Fürsorgevereins deutscher Rückwanderer - um nur einige mögliche Szenarien zu nennen.

Hier etwas zum Einlesen in die Thematik:
Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871 - 1945
https://d-nb.info/974206237/34
Die Rückwanderung von Wolhynien nach Deutschland bis 1918
https://wolhynien.de/pdf/rw_GstAPK.pdf

Außerdem verweise ich gerne auf die Hinweise von Stefan Rückling, der darüber schon ab und zu im Forum geschrieben hat. Er ist Berufsgenealoge und recherchiert naturgemäß viel in Archiven.
https://forum.wolhynien.de/index.php?id=27879

Da du als Wohnort in Schlesien den Ort im Landkreis Strehlen kennst, kannst du hoffen, dass dein Urgroßvater dort den Einbürgerungsantrag gestellt hat. Zuständig wäre dann wohl die Bezirksregierung in Breslau, laut GOV.
http://gov.genealogy.net/item/show/adm_169855

Vielleicht weiß jemand im Forum von ahnenforschung.net o.ä. darüber Bescheid, wo relevante Akten liegen könnten. Ansonsten im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin suchen?

Gruß, Irene

Einbürgerung (Schlesien)

Bastian Sonntag @, Dienstag, 19.02.2019, 13:51 (vor 15 Stunden, 57 Minuten) @ Irene König

Hallo Irene,

vielen Dank für Deine Hilfe.
Laut SGGEE könne es bis zu 4 Wochen dauern habe ich dort gelesen, ging dann aber ganz schnell.
Habe in den Kirchenbüchern nur den von Dir genannten Eintrag gefunden.
Bin nun seit einer Weile auf der Suche nach den Einbürgerungsurkunden, hoffe das die Antworten vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz und den Archiven in Breslau nicht all zu lange auf sich warten lassen.
Habe auch das Archiv in Shitomir angeschrieben und um Unterlagen gebeten, hoffe auch dort fündig zu werden.

LG,
Bastian

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