Suche nach Barleben Friedrich Reinhold+Altvater Johanna

Richard Wander @, Sonntag, 05.03.2017, 14:43 (vor 1301 Tagen)

Hallo zusammen!

Barleben F.R. geb.24.09.1884 in Staraja Huta, Mutter Barleben Mathilde
Altvater Johanna geb.20.09.1885 in Sergejuwka, keine Eltern bekannt

Habe den Hochzeitseintrag 12.07.1906im Kirchspiel Emilchin gefunden! Ist einzusehen in Church Book EMI1906 (ZHI fond 67/8/13) page 82 Nr.52 aber nur für LDS Mitglieder!!! Wie komme ich da am Besten weiter? Ich erhoffe mir Angaben über die Eltern.

Ich suche natürlich alle Informationen über die beiden Personen, aber im Besonderen den Zweig Altvater (auch Altväter geschrieben).
Kann mir jemand weiter helfen?
Vielen Dank im Voraus!

Richard Wander

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Re: FN BARLEBEN, ALTVATER

Irene König ⌂, Sonntag, 05.03.2017, 15:07 (vor 1301 Tagen) @ Richard Wander

Hallo Richard,

es ist immer unglücklich, ein neues Thema aufzumachen, wenn zu derselben Familie bereits gefragt und recherchiert wurde. Ich verlinke deswegen mal den Thread vom Januar 2017:
https://forum.wolhynien.de/index.php?mode=thread&id=27510

Habe den Hochzeitseintrag 12.07.1906im Kirchspiel Emilchin gefunden! ... Wie komme ich da am Besten weiter? Ich erhoffe mir Angaben über die Eltern.

Du solltest dir noch einmal die Antwort von Gerhard durchlesen vom 24.01., wo er schrieb, dass die Heiraten nur als Register vorliegen und es fehlen die Namen der Eltern! Selbst wenn du nach Shitomir fährst und Einblick ins Originalbuch nimmst, wirst du dort nur das Heiratsdatum und die Namen von Braut und Bräutigam lesen können. Dazu den Verweis auf das Hauptbuch, das nicht mehr existiert (oder, für Optimisten, von dessen Verbleib nichts bekannt ist), nur darin gab es den vollständigen Eintrag.

Als SGGEE-Mitglied hast du auch Einblick in die Mitgliederdatei. Dort gibt es jemanden mit Nachnamen BARLEBEN, vielleicht solltest du ihn per Email anschreiben, ob da ein Zusammenhang mit deiner Familie besteht.

Gruß, Irene

Re: FN BARLEBEN, ALTVATER

Richard Wander @, Dienstag, 07.03.2017, 07:07 (vor 1300 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene!
Danke für Deinen Hinweis!
Natürlich hast Du recht.
Derzeit gibt es bei meiner Suche mehrere neue Hinweise, die manches Bisherige auch in Frage stellen.
So habe ich bei einer Person (Wolff Alexander *19.01.1860)als Geburtsort mehrfach Sergejuwka genannt bekommen.
Jetzt habe ich aber eine Mailinfo über eine Optionsurkunde vom 15.Juli 1922 (deutsche Reichsangehörigkeit) ausgestellt in Posen erhalten, dort steht demnach als Geburtsort Guberja Schedlik.
Kannst Du damit als Doppelname etwas anfangen?
Mir wurde gesagt Gubernja (mit n) soll Generalgouvernment Galizien in altpolnischer Schreibweise bedeuten. Aber Schedlik finde ich nur als Nachname bisher.
Viele Grüße
Richard

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Re: FN WOLFF

Irene König ⌂, Dienstag, 07.03.2017, 16:29 (vor 1299 Tagen) @ Richard Wander

Hallo Richard,

nicht dass das momentan sehr viel weiterhelfen wird, aber "Guberja Schedlik" hört sich für mich ein wenig nach Gubernia siedlecka an, polnisch für Gouvernement Siedlce.
https://pl.wikipedia.org/wiki/Gubernia_siedlecka

Wenn es diese "Optionsurkunde" gibt, dann schau doch mal, ob du an die ganze Akte kommst, da sind ja sicher noch mehr Informationen enthalten.

Gruß, Irene

Re: FN WOLFF

Richard Wander @, Dienstag, 07.03.2017, 18:02 (vor 1299 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene!
Hab gerade p. Post eine Kopie der Kopie...... dieser Urkunde bekommen.
Leider steht darüber hinaus nichts drin was noch weiter helfen könnte.
Der Fundort der Urkundenkopie war eine Schachtel, die ca. 40 Jahre irgendwo bei Verwandten rum gestanden ist.
Reiner Zufall!
Ich werde jetzt versuchen mit Deiner Vermutung und einem polnischen Kontakt
vielleicht etwas zu erreichen.
Vielen Dank einstweilen!
Richard

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Re: Einbürgerungsakte

Irene König ⌂, Dienstag, 07.03.2017, 23:39 (vor 1299 Tagen) @ Richard Wander

Hallo Richard,
ohne Ortshinweis in einem ganzen Gouvernement nach dem Allerweltsnamen WOLF/WOLFF zu suchen, klingt ganz nach der berühmten Nadel im Heuhaufen...

Da würde ich an deiner Stelle doch eher auf die Suche nach der Einbürgerungsakte gehen. Wo wurde das Papier ausgestellt, das dir vorliegt? Und von wem? Gibt es einen Stempel? Auf jeden Fall das zuständige Staatsarchiv ermitteln und dort nachfragen, ob eine Akte existiert.

Außerdem kann eine Anfrage an das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin nicht schaden, auch dort liegen Einbürgerungsakten.

Eine weitere mögliche Quelle (Hinweis von Stefan Rückling)
Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde: Akte "Einwanderung aus Russland und Polen nach Deutschland", 1913-1922 (Signatur: R 901/30123b)

Gruß, Irene

Re: Einbürgerungsakte

Richard Wander @, Mittwoch, 08.03.2017, 08:33 (vor 1299 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene!
Werde nach Deiner Empfehlung vorgehen.
Zur Komplettierung:
Es handelt sich um ein DIN A4 Blatt ohne Dokumentenkopf oder Stempel.
Ausgestellt vom Deutschen Generalkonsulat in Posen, benannt Optionsurkunde.
Am 15.Juli 1922, Beamter Döpffel, Gebühren 11 Mk. deutsch = 220 Mk.poln. und einer Nummer dazu H.E.B.No.544
Der Stempel der Gemeinde, wo eine Beglaubigung durch einen Bürgermeister nachträglich erfolgte, ist sehr schwach und ich konnte ihn bisher nicht entziffern.

Wir werde sehen!
Vielen Dank vorerst!
Richard

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Re: Einbürgerungsakte

Stefan Rückling @, Berlin, Mittwoch, 08.03.2017, 15:51 (vor 1298 Tagen) @ Irene König

Hallo liebe Forumsgemeinde,

die Frage nach Einbürgerungsakten kommt sehr häufig vor.

Einbürgerungen erfolgten in Preußen durch die jeweilige Bezirksregierung. Wenn man nicht weiß, wo genau in Preußen eine Familie eingebürgert wurde oder wenn Einbürgerungsunterlagen nicht überliefert sind, kann eine Recherche im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin (GStA PK) hilfreich sein. Ich habe ich mir mal anhand der Findbücher herausgeschrieben:

1) Nachweisungen über naturalisierte Personen, 1892-1919.
Signatur: I. HA Rep. 77 (Ministerium des Inneren), Tit. 227, Nr. 4, Beiheft I – XXVIII.
Insgesamt also 28 Akten. Das sind jährliche Meldungen aller preußischer Bezirksregierungen ans preußische Innenministerium in Berlin, enthaltend alle Einbürgerungsfälle, d. h. selbst wenn die Einbürgerungsakte in den Bezirksregierungen nicht überliefert ist, so müsste man in diesen Meldungen fündig werden.

2) Einbürgerungen, Spezialia, ca. 1910-1921.
Signatur: I. HA Rep. 77, Tit. 227, Nr. 5, Buchstabe ..., Bd. ...
Das sind keine vollständigen Meldungen, sondern nur Einzelfälle, die aus diversen Gründen ans Innenministerium gesandt wurden. Pro Buchstabe oft mehrere Bände.

3) Die Einzelfälle ab 1921 sind im Lesesaal des GStA PK per Datenbank abfragbar (natürlich auch per schriftlicher Anfrage ans Archiv), während die Akten in Punkt 1) und 2) nicht in der Datenbank erfasst sind.

Punkt 2) und 3) sind (leider) nur Einzelfälle, während Punkt 1) vollständige Meldungen sind.

Daher die beste Vorgehensweise:
a) Erst Aktenbestand der jeweiligen Bezirksregierung prüfen.
b) Bei Nichterfolg sich ans GStA PK wenden, wobei ich nicht weiss, ob sie diese Meldungen prüfen. 28 Akten ist etwas umfangreich, aber meistens kann man es ja zeitlich etwas eingrenzen.

Viele Grüße,

Stefan Rückling

--
Ich erfasse Auswanderer aus Brandenburg nach Polen und Rußland, 17.-19. Jahrhundert.
Szukam informacji o emigrantach z Brandenburgii przybylych na teren Polski i Rosji w XVII-XIX wieku.

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Re: Einbürgerungsakte

Irene König ⌂, Donnerstag, 16.03.2017, 16:10 (vor 1290 Tagen) @ Stefan Rückling

Ein verspäteter Dank an dich, Stefan, für die detaillierte Auskunft! :danke: Dann brauche ich in Zukunft immer nur auf diesen Beitrag verlinken, das hilft ungemein. Ich kenne mich in der Materie eh nicht gut aus.

Viele Grüße, Irene

Re: Einbürgerungsakte

Richard Wander @, Samstag, 29.04.2017, 18:53 (vor 1246 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene!
Hat zwar etwas gedauert, aber ich habe jetzt aus dem Archiv in Bromberg eine Heiratsurkunde von 1920 erhalten, wo als Geburtsort des Vaters (Alexander Wolff) Pilawa Kreis Garwolin genannt ist. Da er zu dieser Zeit noch gelebt haben muss, halte ich diese Angabe auch für richtig.
Die Ortsangaben des anderen Dokuments waren ja nach mündlicher Überlieferung, also wie ausgesprochen geschrieben.
Jetzt gehe ich auf die Suche nach Geburtsunterlagen von Pilawa vom 19.01.1860,in der Hoffnung dort auch Hinweise auf den Vater von Alexander, der Andreas Wolff hieß, zu finden.
Hast Du da evtl. einen Tipp?
Vielen Dank auch für die anderen Hinweise!

Viele Grüße
Richard

Re: FN WOLFF

Renate Schultz, Freitag, 10.03.2017, 13:04 (vor 1297 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene, hallo Richard,

bis Ergebnisse eingetroffen sind nach Anraten von Stefan Rückling,
greife ich mal die Anregung von Irene zum Gouvernement Siedlce (Gubernia siedlecka) auf.
Dann könnten 2 Ortschaften eventuell zutreffen:
1. Sewerynówka heute Gemeinde Chodel Wojewodschaft Lublin
[link=http://]http://www.rootsweb.ancestry.com/~pollubel/popol/popol4l6.html[/link]
2. Sewerynówka heute Gemeinde Siemien Wojewodschaft Lublin
[link=http://]http://www.rootsweb.ancestry.com/~pollubel/pparcz/lublin4m5.html[/link]
Beide Ortschaften lagen gemäß einer Karte über die Gliederung Polens von 1907 im Gouvernement Siedlce, heute ist das die Wojewodschaft Lublin.
Vielleicht könnte das passen.

Grüße
Renate

Re: FN WOLFF

Richard Wander @, Montag, 11.09.2017, 18:40 (vor 1111 Tagen) @ Renate Schultz

Hallo Renate!
Lang hats gedauert, aber jetzt habe ich vom Geheimen Staatsarchiv eine wenn auch negative Nachricht auf meine Suchen erhalten. Dazu eine Menge Hinweise für weitere Suchmöglichkeiten. Da bin ich also sicher längere Zeit beschäftigt. Parallel suche ich seit L78ängerem in mehreren poln. Archiven mit bisher negativem Ergebnis. Allerdings bekomme ich Empfehlungen, wo ich mich hinwenden soll.
Ich wollte damit einfach mal mitteilen, was bis jetzt aus meiner Suche geworden ist, denn fragen und sich dann nicht mehr melden finde ich nicht gut.

Re: Barleben Friedrich Reinhold + Altvater Johanna

Cornelia Hagen @, Sonntag, 11.06.2017, 12:34 (vor 1204 Tagen) @ Richard Wander

Hallo Richard,

die Geburt von Johanna Altvater habe ich leider nicht gefunden, die möglichen Gründe hierfür hat Gerhard dir bereits genannt.

Dafür habe ich zwei Eheschließungen in den Heirats-Registern der KB- Zweitschriften von Shitomir entdeckt, die passen könnten.

Ich lese daraus:

1. Heinrich Altväter u. Justine Emilie Schlemmink am 15.01.1885
[KB-Zweitschrift Shitomir 1885, Heiraten, Seite 177, Nr. 17]

2. Wilhelm Altväter u. Johanna Jachozke am 20.01.1878
[KB-Zweitschrift Shitomir 1878, Heiraten, Seite 620, Nr. 10]

Du kannst dich bei FamilySearch kostenlos registrieren und dir die Zweitschriften der KB am Bildschirm ansehen.

Vielleicht hilft es dir bei deiner weiteren Forschung.

Gruß Cornelia

Re: Barleben Friedrich Reinhold + Altvater Johanna

Richard Wander @, Sonntag, 11.06.2017, 22:22 (vor 1203 Tagen) @ Cornelia Hagen

Hallo Cornelia!
Besten Dank für Deine Nachricht!
Ich vermute zwar mittlerweile, dass keines der beiden Paare die Eltern von Johanna Altväter, geb. am 20.09.1885 in Sergejuwka/Wolh. sind, aber da ich mittlerweile in anderen Bereichen nur durch Sammlung von Querverbindungen Erfolg hatte, sammle ich gerade auch hier alle Hinweise über Altväter (auch Altvater) geschrieben aus diesem Zeitraum und der Umgebung in Wolhynien.
Warum bin ich relativ sicher?
Ich habe mittlerweile eine Heiratsurkunde aus Grutschno/Westpreußen vorliegen. Hier heiratete Johanna am 17.05.1920 ihren zweiten Mann Alexander Wolff (Wolf). In dieser Urkunde steht als Eltern: Besitzer Heinrich Altväter und dessen Ehefrau Klara, geb. Kinischenzki.
Von beiden konnte ich jedoch bisher nichts weiter finden.
Eine Verwandtschaft der von Dir gefundenen Paare halte ich jedoch für relastiv wahrscheinlich und werde der Sache weiter nach gehen.

Nochmals vielen Dank!
Richard

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Re: ALTVATER & KNISCHEWSKY

Irene König ⌂, Mittwoch, 14.06.2017, 12:18 (vor 1201 Tagen) @ Richard Wander

Hallo Richard,

bei der SGGEE (Index Geburten Kirchspiel Nowograd Wolynsk) findest du für das Paar ALTVATER & KNISCHEWSKY zwischen 1897 und 1906 fünf Kinder.

Gruß, Irene

Re: ALTVATER & KNISCHEWSKY

Richard Wander @, Montag, 19.06.2017, 16:19 (vor 1195 Tagen) @ Irene König

Hallo Irene!
Danke für Deinen Hinweis!
Da hab ich ja was zu tun!
Die andere Namensvariante kann ich mir gut vorstellen, da scheinbar damals sehr oft nach Aussprache geschrieben wurde.
Johanna Altväter konnte z.B. offensichtlich nicht schreiben in der Jugend, belegt durch beglaubigte Kreuze auf der Urkunde.
Hatte ich jetzt mittlerweile schon mehrmals und konnte dann aber durch spätere Funde doch die Richtigkeit der Person bestätigen.
Sobald was sinnvolles gefunden wird, melde ich mich!
Viele Grüße
Richard

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